Branimir Glavaš: Prozessbeendigung in Zagreb beantragt

Der Prozess gegen Branimir Glavaš aus Osijek, dem vorgeworfen wird, Kriegsverbrechen an serbischen Zivilisten begangen zu haben, findet bekanntlich in Zagreb statt und konnte gestern, wie berichtet, nicht fortgesetzt werden, weil ein Mitangeklagter nicht zum Gerichtstermin erschienen ist.

In der Zwischenzeit hat Glavaš’ Anwalt bei diesem Gericht, sowie beim Obersten Gerichtshof der Republik Kroatien beantragt, dass der ganze Prozess in Zagreb beendet und in Osijek, der Heimatstadt seines Mandanten, neu aufgenommen wird. Er begründete seinen Antrag damit, dass durch die Prozessführung in Zagreb erhebliche Kosten für die Angeklagten und ihre Verteidiger entstünden, die diese aufgrund ihrer finanziellen Lage nicht aufbringen könnten, so dass letztendlich übermässige und unnötige Kosten für den Staatshaushalt entstehen würden. Auch wegen der Zeugen, die überwiegend aus der Gegend von Osijek anreisen und in einem Hotel in Zagreb übernachten müssten, würden erhebliche Kosten entstehen, die der Staat tragen müsse.

Wann über diesen Antrag entschieden wird ist noch nicht bekannt.

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