Kroatische Werften sollen privatisiert werden

Die kroatischen Werften, die in staatlichem Besitz sind, mussten bisher von diesem aus Haushaltsmitteln subventioniert werden, damit die Arbeitsplätze erhalten blieben. Das hat praktisch dazu geführt, dass bei jedem Stapellauf „Geld ins Meer versenkt worden ist“

Deshalb hat die Regierung (auch aufgrund einer Forderung der EU) beschlossen, alle sich im staatlichen Besitz befindlichen Werften zu privatisieren. Bei einem Gespräch, welches gestern der stellv. Ministerpräsident Damir Polancec mit den Vertretern der Werften und der zuständigen Gewerkschaften geführt hat wurde beschlossen, dass im nächten Monat eine internationale Ausschreibung zum Verkauf der Werften erfolgen soll.

Die Uljanik-Werft in Pula wird in diesem Verfahren sogar verkauft, wenn der Bieter nur einen US-Dollar zahlen will und wie bei den anderen Werften die bestehenden Verbindlichkeiten übernimmt. Desweiteren müssen sich die Bieter verpflichten, die Arbeitsplätze zu erhalten, damit sie den Zuschlag bekommen.
Man darf mal gespannt sein, wie viele Bieter es geben wird, die bereit sind, unter diesen Umständen die kroatische Werftindustrie zu übernehmen.

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