Ein besonderes Leben in Rijeka

Wie die Zeitung Novi List in ihrer gestrigen Ausgabe berichtet, wohnt in Rijeka, gar nicht weit vom Stadtzentrum entfernt, ein 68-jähriger Mann schon seit 40 Jahren in einem primitiven Haus ohne Strom- und Wasserversorgung.

Reporter der Zeitung haben ihn jetzt dort besucht. Er berichtete ihnen, dass er eigentlich sehr zufrieden mit seiner Frau, zwei Hunden, ein paar Ziegen und ein paar Hühnern dort lebe. Jeden Morgen gegen 3:30 Uhr stehe er auf, um zu Fuss ins Stadtzentrum zum Markt zu gehen. Dort bäte er bei den Händlern um Almosen und schaffe es, jeden Tag so zwischen 50 und 100 Kuna zu bekommen. Davon kaufe er dort die für sich und seine Frau notwendigen Lebensmittel. Gegen 7 Uhr sei er dann wieder zu Hause, wo er dann mit seinen Ziegen in den nahe gelegenen Wald gehe. Eine Rente oder staatliche Unterstützung bekomme er nicht, weil seine Papiere nicht in Ordnung seien und er noch nicht einmal einen Personalausweis habe.

Der einzige Luxus, den er sich leiste, sei ein Handy und im übrigen sei ihm sonst egal, was in der Stadt, dem Land und in der Welt passiert – davon bekomme er nichts mit.

Die Reporter berichten, dass er einen sehr vitalen Eindruck auf sie hinterlassen habe: als sie ihn in den Wald begleiten wollten, hätten sie konditionelle Schwierigkeiten gehabt, ihm zu folgen. Zum Abschied sagte der Mann zu ihnen, dass es sein einziger Wunsch sei, 100 Jahre alt zu werden.

An diesem Beispiel kann man erkennen, dass es heute noch Menschen gibt, die mit sehr wenig materiellen Dingen zufrieden leben können.

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