Geschäftsmethoden in Kroatien

Heute konnte man in der Zeitung Novi List eine halbseitige Anzeige einer kroatischen Grossbank finden, an der man eine in Kroatien übliche Geschäftsmethode erkennen kann. Es handelt sich übrigens um eine Bank, die sich im ausländischem Besitz befindet.

In dieser Anzeige bietet die Bank ein ihr gehörendes Wohn- und Geschäftshaus im Zentrum von Rijeka zum Kauf an. Der Mindestkaufpreis beträgt 19 Mio. Kuna. Soweit ist das noch alles normal und es wird auf der ganzen Welt so gemacht.

Schaut man sich die Anzeige aber genauer an stellt man fest, dass jeder Kaufinteressent erst einmal 200.000 Kuna auf das Konto der Bank überweisen muss. Macht er das nicht, kommt er als Käufer nicht in Frage. Wer also ein Interesse an dem Objekt hat, muss erst einmal diesen Betrag an die Bank überweisen. Die Bank ist aber in der Anzeige so freundlich darauf hinzuweisen, dass diese Summe innerhalb von 15 Tagen zinslos an den Bieter zurücküberwiesen wird, wenn sein Angebot nicht angenommen wird und er nicht zum Zuge kommt.

Es ist darauf hinzuweisen, dass diese Methode in Kroatien nicht ungewöhnlich ist, denn bei öffentlichen Ausschreibungen der Regierung und von Städten und Gemeinden wird ebenso vorgegangen. Der Bieter muss dem Anbieter eine bestimmte Summe auf dessen Konto einzahlen und bekommt diese zinslos zurück, wenn er den Zuschlag nicht erhält.

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