Heftige Kritik an Staatspräsident Stipe Mesić

In Kroatien ist es Usus, dass Veteranen des letzten Krieges mit militärischen Ehren beigesetzt werden. Dies erfordert natürlich einen gewissen Aufwand, weil die Soldaten der jeweiligen Einheit zur Beerdigung anreisen müssen und die dadurch entstehenden Kosten vom Staat getragen werden.

Dazu hat sich der Staatspräsident in den letzten Tagen zumindest missverständlich geäussert. Über das, was genau er gesagt haben soll, gibt es verschiedene Interpretationen. Zumindest bei einem Teil der Bevölkerung ist er jedenfalls so verstanden worden, dass er vorschlägt, im Zuge von Einsparungsmassnahmen in Zukunft auf diese Zeremonie zu verzichten.

Der Soldatenverband der Stadt und der Gespanschaft Šibenik hat ihn in der Zwischenzeit ultimativ aufgefordert, sich öffentlich zu entschuldigen. Sollte er dies bis zum Wochenende nicht tun, würde man beantragen, ihn zur unerwünschten Person für dieses Gebiet erklären zu lassen.

Inzwischen hat das Präsidentenbüro erklärt, dass man ihn falsch verstanden habe. Ob sich die Öffentlichkeit damit zufrieden geben wird, werden die nächsten Tage zeigen.

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