Immobilien- u. Grundstückskauf von Ausländern in Kroatien

Nach den bisherigen gesetzlichen Vorschriften musste der Immobilien- und Grundstückskauf von Ausländern vor Eintragung in das Grundbuch vom kroatischem Aussenministerium genehmigt werden. Das ist nur dann geschehen, wenn mit dem Herkunftsland des Ausländers eine sog. Reziprozität bestanden hat. Unzählige Käufer haben jahrelang auf diese Genehmigung warten müssen, weil in dem Ministerium nur Praktikanten mit der Bearbeitung dieser Fälle beschäftigt waren.

Diese Situation hat sich jetzt geändert: durch einen Vertrag, der im Juli 2008 zwischen der Republik Kroatien und der Europäischen Union abgeschlossen worden ist, wird es wahrscheinlich ab dem 1.2.2009 möglich sein, dass EU-Ausländer in Kroatien Immobilien und Grundstücke auch ohne diese Genehmigung ins Grundbuch eintragen lassen können. Der Vertrag muss jedoch noch vom Parlament ratifiziert und in die entsprechenden Gesetze eingearbeitet werden, wie kroatische Medien berichtet haben. Es ist damit möglich, dass es zu einer erheblichen Marktnachfrage kommt – mit einem Ausverkauf des Landes ist aber nicht zu rechnen. Es wird lediglich leichter sein, sich ins Grundbuch eintragen zu lassen.

Es wird aber weiterhin nur möglich sein, solche Objekte ohne Genehmigung zu erwerben, die in Gebieten liegen, die im jeweiligen Bebauungsplan der Städte und Gemeinden als Bauland ausgewiesen sind. Wald- und landwirtschaftliche sowie andere Flächen können weiterhin nicht von Ausländern erworben werden – dafür ist ein besonderer Vertrag vorgesehen.

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