Kommunale Abgaben in Kroatien

Aufgrund des Gesetzes über die kommunale Selbstverwaltung sind die Städte und Gemeinden berechtigt, von den Haus- und Wohnungsbesitzern sowie von Bauherren besondere Abgaben zu erheben: es handelt sich dabei um die sog. “komunalna naknada” und den “komunalni doprinos”. Für Ferienobjekte wird eine Ferienhaussteuer erhoben, die sich “porez za vikend objekte” nennt. Alle drei Abgaben sollen dazu dienen, die öffentlichen Ausgaben der Gemeinden zu decken.

Die “komunalna naknada” und der “porez za vikend” sind einmal im Jahr zu entrichten, während der “komunalni doprinos” einmalig zu zahlen ist, und dies auch nur, wenn es sich um einen Neubau (evtl. auch nur in Form eines Anbaus) handelt. All diese Abgaben werden anhand der Grösse der Wohnfläche berechnet.

Die Höhe dieser Abgaben kann sich, abhängig vom Satzungsbeschluss der Städte und Gemeinden, ganz erheblich unterscheiden. Hinzu kommt noch die Tatsache, dass meistens unterschiedliche Tarifklassen angewendet werden, die ebenfalls zu nicht geringen Unterschieden führen. Dabei werden Objekte in der Nähe des Meeres in die höchste Tarifklasse eingestuft.

Mit diesem System erwirtschaften manche Orte, insbesondere an der Küste, ganz erhebliche finanzielle Einnahmen – und genau deshalb ist man ja auch so sehr daran interessiert, dass immer neue Wohnungen und Häuser gebaut werden. Bei einigen Gemeinden führte dies zu Jahresetats, die man nicht für möglich gehalten hätte.

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