Neuer Direktor für Flughafen Rijeka

Wie die Zeitung Novi List in ihrer heutigen Ausgabe mitteilt, ist der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft Rijeka nicht mehr mit der Arbeit des bisherigen Direktors Mario Pašćenko zufrieden. Die Passagierzahlen seien im Jahr 2008 weiter zurückgegangen und es werde für dieses Jahr mit einem Verlust von mehr als 3 Mio. Kuna gerechnet. Deshalb benötige man einen neuen Flughafendirektor, der in der Lage sei, bessere Geschäftsergebnisse zu erzielen.

Hauptanteilseigner der Flughafengesellschaft ist der kroatische Staat. Dieser wird nach Angaben der stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Nataša Zrilić am 20.12.2008 eine öffentliche Stellenausschreibung bekannt geben. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 15.01.2009. Vom neuen Direktor wird erwartet, dass er die fachlichen Voraussetzungen erfüllt und drei Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet hat. Desweiteren soll er einen Vierjahresplan erarbeiten und dem Aufsichtsrat vorlegen. Es ist nicht bekannt, ob für diese Stelle nur kroatische Staatsangehörige in Frage kommen. Der neue Direktor soll seinen Arbeitsplatz am 1.2.2009 übernehmen – dem gleichen Tag, an dem bekanntgegeben wird, wer die Stelle erhält.

Der bisherige Direktor wollte diese Entscheidung noch nicht kommentieren und hat offen gelassen, ob er sich erneut für diese Stelle bewerben wird.

5 Kommentare zu “Neuer Direktor für Flughafen Rijeka”

  1. Soline

    Nach meiner Meinung war diese Entscheidung längst überfällig. Auch mit geringen finanziellen Mitteln hätte man durch eine bessere Organisation mehr für die Fluggäste unternehmen können.

    Wie man in den verschiedenen Foren lesen kann, ist z.B. die Transfersituation teilweise sehr schlecht. Deshalb muss sich der bisherige Flughafendirektor z.B. fragen lassen, warum er nicht dafür sorgen konnte, dass Linienbusse, die zwischen Rijeka und den Inseln Krk, Cres und Mali Lošinj verkehren, nicht den kleinen Umweg zum Flughafen machen konnten. Damit wäre sicher vielen Fluggästen geholfen worden. Es gibt noch eine Menge von Kleinigkeiten, die man am Flughafen Rijeka verbessern könnte. Meiner Meinung nach sollte man einen ausländischen Fachmann mit dieser Aufgabe betrauen.

    Aber nicht nur der neue Flughafendirektor ist aufgefordert, mehr für die Fluggäste zu tun. Auch die Fluggesellschaften, die ja schliesslich an den Passagieren verdienen wollen, sollten im organisatorischem Bereich mehr unternehmen.

    Und noch ein Hinweis: Fahrzeuginhaber, die ihr Fahrzeug dort am Flughafen bisher kostenlos abgestellt haben, sollten genau beobachten, ob der neue Flughafendirektor, der sein Amt am 1.2.2009 antritt, nicht kurzfristig für eine neue Regelung sorgt.

  2. Tihana

    “Auch mit geringen finanziellen Mitteln hätte man durch eine bessere Organisation mehr für die Fluggäste unternehmen können.”

    und wenn man noch nicht einmal diese geringen mittel bekommt, weil die betreibergesellschaft zu geizig ist, geld zu investieren?

    und wenn die linienbusgesellschaft stur ist, weil immer noch die alten betonköpfe am ruder sitzen ?

    und wenn die hoteliers in der vor- und nachsaison nicht mit den preisen runtergehen ( wie es in anderen ländern üblich ist) und man dadurch ganze flieger/bverbindungen verliert?

    und wenn sowieso, die am ruder sitzen, wie bereits geschrieben, einfach die alten muster/vorgehensweisen nicht lassen können, btw. einfach nicht dazulernen ?

    dann wird auch ein neuer direktor nichts ausrichten können.

    sobald der die preise erhöht und es für die fluggesellschaften uninteressant wird krk anzufliegen, versinkt der flughafen wieder in seinen dornröschenschlaf.
    es hat sich eben immer noch nicht viel geändert.

  3. Soline

    Danke für Deinen sachlichen Kommentar. Er musste vorher erst freigeschaltet werden, das ist hier so üblich – nur um Deine Nachfrage zu beantworten.

    Zur Sache: Jeder neue Flughafendirektor ist natürlich darauf angewiesen, welche Unterstützung er von der Betreibergesellschaft erhält. Etwas mehr Organisationstalent hätte ich aber von dem bisherigen Direktor erwartet. Dazu gehört z.B. eine einfache Sitzgelegenheit für Abholer von Fluggästen, die bis jetzt nicht vorhanden ist.

    Ein weiteres und wichtigeres Beispiel: Ein Flughafendirektor, der es zulässt, dass Fluggäste am frühen Morgen um 5:00 Uhr mit Bussen zu seinem Flughafen gebracht werden, weil das Flugzeug wegen einer Bura am Vorabend nicht landen konnte und sie dann völlig unversorgt lässt, ohne Essen und Trinken, ohne Versorgung für die Kinder, wo gehört der nach deiner Meinung hin?

    Wenn ich in einer solchen Situation Flughafendirektor gewesen wäre, wäre ich vor Ort gewesen und hätte versucht, den Menschen so gut, wie es eben möglich gewesen wäre, zu helfen. Wenn ich selbst dazu nicht in der Lage war, dann hätte ich mindestens einen meiner Mitarbeiter damit beauftragt.

  4. Tihana

    ich muss zugeben, dass ich nicht ganz objektiv bin. ich kenne mario seit 1987. schon damals musste ich mich als rl mit den gleichen problemen rumschlagen, bei so manchen hat mario uns geholfen, bei vielen konnte er einfach nicht. und von damals weiss ich noch so ziemlich gut, dass die meisten probleme einfach nicht lösbar waren. zu der zeit war es die regierung.

    es fehlt hier im ganzen land immer noch an genügend leuten die ahnung von logistik, tourismus ect. haben.

    leider gibt es hier immer noch die einstellung mit möglichst wenigen mitteln den größtmöglichen gewinn zu erzielen. zumindest bei den staatlichen gesellschaften und großen/größeren firmen.

    aber schauen wir mal was passiert. manchmal kehren neue besen ja doch ganz gut.

  5. Soline

    @Tihana

    Auch ich kenne ihn persönlich und erinnere mich an folgendes Ereignis ganz genau:
    1993, achte auf das Jahr, ist es mir gelungen, den Generaldirektor eines grossen deutschen Investmentfonds dazu zu gewinnen, sich dafür zu interessieren, den ganzen Flughafen Rijeka zu kaufen. Er war grundsätzlich bereit, mehrere Mio. DM in die Renovierung zu investieren und den Flugplatz zu einem Logistikzentrum, für die nordliche Adria auszubauen.
    Einzelheiten vom Ablauf dieses Gespräches mit Herrn P. möchte ich nicht öffentlich schildern, aber ab diesem Tag wusste ich, dass er mit seiner Rolle überfordert war.
    In den letzten Jahren scheint er leider auch noch persönliche Probleme gehabt zu haben.
    Zum Schluss noch eine Frage: Ist dir bekannt, warum die Lufthansa in den verkehrsarmen Zeiten, ihre Übungsflüge nach Rijeka, die auch ein bischen Geld eingebracht haben, so gut wie eingestellt hat?

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