Staat mit Überweisungen im Rückstand

Wie das staatliche kroatische Fernsehen (HRT) und andere Medien berichten, ist der Staat mit den Überweisungen der Zahlungen für den Monat Dezember 2008 in Rückstand geraten. Für die 65.000 Beschäftigten sowie für die Parlamentsabgeordneten müssen monatlich ca. 800 Mio. Kuna für Gehälter bzw. Diäten aufgebracht werden.

Ernstmals in der Geschichte von Kroatien war man in diesem Monat nicht in der Lage, die Überweisungen am Monatsanfang vorzunehmen. Die gesetzlichen Vorschriften sehen vor, dass diese bis zum 15. eines laufenden Monats erfolgen müssen. Selbst der Staatspräsident, die Minister und die Parlamentsabgeordneten sind davon betroffen. Der Finanzminister hat angekündigt, durch Verhandlungen mit den Banken dafür zu sorgen, dass die Überweisungen im Laufe der nächsten Woche erfolgen.

4 Kommentare zu “Staat mit Überweisungen im Rückstand”

  1. Soline

    Jetzt sehen die Verantwortlichen wenigstens einmal, wie es ist, wenn Arbeiter und Angestellte in den Betrieben nicht pünktlich ihre Löhne und Gehälter bekommen. Die müssen manchmal 2-3 Monate warten oder bekommen ihr Geld überhaupt nicht. Es scheint aber so zu sein, dass sie aufgrund ihrer Gehälter solch eine Wartezeit leichter überbrücken können.

  2. Lowe

    Wie denn??? Hat der Staat seine Einnahmen (Steueraufkommen, Gebühren, Erlöse ua.) bei den Banken angelegt und die zahlen nun nicht aus? Sind hier auch schon “deutsche Verhältnisse” eingetreten?
    Oder ist der Staat pleite, daß heißt nicht mehr kreditwürdig und die Banken weigern sich trotz hinterlegten Sicherheiten, auszuzahlen? Die Rating-Agenturen haben ja HR schon runtergestuft.
    Diese regierung hatte doch vor ein paar Wochen seinen Bürgern garantiert, daß Geldeinlagen bei HR-Banken bis zu € 50.000,– gesichert sind und nun kann dieser Staat noch nichteinmal seine eigenen Leute bezahlen? Nachtigall ick hör dir trapsen…….! Aber das Ganze ist sicher nur ein “Mißverständnis”, oder?

  3. Soline

    Es handelt sich in diesem Fall wahrscheinlich eher um einen Liquiditätsengpass, den es in jedem “Unternehmen” mal geben kann. Bedenken sind aber trotzdem angebracht.

    Die Garantie für die Geldeinlagen ist übrigens nicht von der Regierung, sondern von der Nationalbank abgegeben worden.

  4. Mrvica

    Das Kroatien finanziel am Rande eines Abgrunds steht ist allgemein bekannt.Jahrelanges über die Verhältnisse Leben ist nicht nur der jetzigen Regierung vorzuwerfen sondern auch den vorherigen.
    Des weiteren sind auch kostspielige Umstrukturierungen in vielen Bereichen des Staates vorgenommen worden.Statt sich auf die Aufnahme in die EU zu verlassen sollte Kroatien schnellstens seinen eigenen Weg gehen.In diesem land steckt viel ungenutztes Potenzial das endlich genutzt werden sollte.

Einen Kommentar schreiben: