Wieder ein Minenunglück in Kroatien

Hin und wieder muss man leider hören und lesen, dass es wegen vergrabener Minen zu tragischen Unfällen in Kroatien kommt. Das ist auch heute wieder der Fall.

Heute Vormittag hat sich eine Gruppe von Jägern in Župić unweit von Petrinja in Slawonien auf den Weg gemacht, um Fasane zu jagen. Sie wurden von sog. Treibern begleitet, welche die Tiere aufscheuchen sollten. Für das ganze Gebiet, wo die Jagd stattgefunden hat, ist bekannt, dass eine gewisse Minengefahr besteht. Eine ausdrückliche Kennzeichnung und Absperrung war aber nicht vorhanden. Die Bewohner haben sich an diese Situation gewöhnt und sind gelassen damit umgegangen.

Gegen 10 Uhr wurde von den Jäger eine Explosion bemerkt und es war ihnen sofort klar, dass es eine Minenexplosion war. Es stellte sich heraus, dass ein erst 19-jähriger Treiber, nur 200 Meter von einer Straße entfernt auf eine Mine getreten ist, die ihn so schwer verletzte, dass er unmittelbar darauf in den Armen seiner Vaters gestorben ist. Der Vater hatte der Jagdgruppe angehört.

Wie die Medien melden, steht die Bevölkerung der ganzen Gegend jetzt unter Schock, denn der Getötete war ein junger Mann, der bei seinen Mitbewohnern außerordentlich beliebt war. Angesichts dieses tragischen Ereignisses sind in und um Petrinja alle Feierlichkeiten oder Sportveranstaltungen für die kommenden Tage abgesagt worden.

Angesichts dieses Unglücks ein Hinweis für Touristen:

Es ist nicht zu bestreiten, dass in Kroatien noch eine gewisse Minengefahr vorhanden ist. Vor allem in Slawonien und im Gebiet der Krajina ist dies der Fall. Für denjenigen, der auf Straßen und befestigten Wegen bleibt, besteht aber absolut keine Gefahr und man sollte dieses traurige Ereignis nun auch nicht überbewerten.

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