Hajduk Split gegen Dinamo Zagreb 2:0

Mit einiger Verspätung, weil Unmengen von Papierschnipseln vom Tribünendach des Stadions in Split geworfen wurden, ist gestern das Spitzenspiel zwischen Hajduk Split und Dinamo Zagreb angepfiffen worden. Es handelte sich um eine geplante und nicht um eine spontane Aktion, die zunächst dazu geführt hat, dass das ganze Spielfeld mit Papier übersät war. Erst durch die aufkommende Bura wurde es wieder frei und bespielbar.


Im Laufe des Spiels musste die Polizei mehrfach auf den Rängen einschreiten und es ist zu heftigen Auseinandersetzungen gekommen. Wie heute zu erfahren war, hat es einige Festnahmen gegeben.

Die Vereinsführung von Dinamo Zagreb war mit der Leistung des Schiedsrichters nicht einverstanden und hat heute bei einer Pressekonferenz und Videoanalyse vorgeführt, welche Fehler er angeblich gemacht haben soll. Dabei sind Worte gesagt worden, die hier in diesem Blog nichts zu suchen haben.

5 Kommentare zu “Hajduk Split gegen Dinamo Zagreb 2:0”

  1. Soline

    Was sich da gestern im Stadion in Split abgespielt hat, hätte in jedem Bundesligaspiel in Deutschland dazu geführt, dass das Spiel gar nicht erst angepfiffen worden wäre.

    Um was für eine Vereinsführung handelt es sich in Split, die es offensichtlich zulässt, dass vor dem Spiel tonnenweise Papierschnipsel auf das Spielfeld geworfen werden. Von den anderen Dingen (Raketen und Bengalfeuer) erst gar nicht zu reden. In der Zwischenzeit sind Bilder in der Presse aufgetaucht die zeigen, dass nach dem Spiel selbst Spieler von Hajduk Split, solche Bengalfeuer angezündet haben. Diese sind nach den Gesetzen verboten und man darf jetzt mal gespannt sein, ob diese Spieler bestraft werden.

    Der Ablauf des gestrigen Spiels hat nach m.M. gezeigt, dass es sich nicht um ein sportliches Ereigniss gehandelt hat, sondern um eine Veranstaltung, bei der man sehen konnte, welch tiefer Hass zwischen den Fussballfans aus Dalmatien und der Landeshauptstadt besteht.

    Streckenweise hat die gestrige Veranstaltung an Spiele erinnert, die zu Beginn der 90 Jahre, zwischen kroatischen und serbischen Vereinen stattgefunden haben.

  2. Anonymous

    Hier gibt es die Bilder zum Thema:http://www.20min.ch/sport/fussball/story/Massen-Verhaftung-in-Kroatien-12711091

  3. Nikolas

    Vom Hass zwischen den Fussballfans aus Dalmatien und der Landeshauptstadt wuerde ich nicht reden. Von tiefem Hass noch weniger. Es gibt Fans die sich nicht moegen. Ein Vergleich mit dem Beginn der 90er Jahre, d.h. mit der Situation zwischen kroatischen und serbischen Vereinen ist mir ganz undenkbar!
    Den Blog hier muss ich bewundern (ich gratuliere), aber dieser Kommentar ist wirklich unrealistisch. Man muss viel mehr uber die Verhaeltnisse zwischen Zagreb und Split wissen, um dies zu beurteilen.
    Was die Kritik der Vereinsfuehrung von Hajduk betrifft, bin ich einverstanden. Inzwischen haben sie 200.000 Kuna Strafengeld zu zahlen und ein Heimspiel ohne Zuschauer.
    Nikola Jelovac, Split

  4. Soline

    Um die Ereignisse von Sonntag beurteilen zu können, reicht nach m.M. ein Blick in die Medien. Selbst die “Slobodna Dalmacija” hat davor gewarnt, wohin diese Entwicklung führen kann.
    Über das Riesenplakat, welches vorher erschienen ist, und die rassistischen Gesänge in dem Stadion, ist hier noch nicht einmal berichtet worden.
    Die Sache sollte man auf keinen Fall einseitig sehen und mal schauen, was hier geschrieben steht:
    http://sport.dnevnik.hr/clanak/nogomet/mamic-bojim-se-da-cu-zavrsiti-kao-ivo-pukanic.html

  5. Nikola Jelovac

    Jawohl, Maminjo ist ein merkwürdiger Vogel, mit allen Wassern gewaschen. Am darauf folgenden Tag, hat er verneint, dies gesagt zu haben:
    http://sport.dnevnik.hr/clanak/nogomet/obrat-na-maksimiru-mamic-porice-izjave-o-prijetnjama.html
    Ich kenne die Jungs hier in Split. Rassistisch sind sie nicht. Einige Verantwortungslose findet man überall. In der EU gibt´s viel viel schlimmeres. M.E. darfst Du nicht ernst nehmen was die “Slobodna Dalmacija” (Tochter) und die “Jutarnji list” (Mutter) schreiben.
    Gruß
    Nikola

Einen Kommentar schreiben: