Handel mit »Braniteljske Povlastice«

Kroatische Kriegsteilnehmer oder deren Angehörige haben eine sog.  »Braniteljske Povlastice« vom Staat bekommen, womit sie steuerfrei bzw. steuerbegünstigt Autos kaufen konnten.

Es war bisher schon ein offenes Geheimnis in Kroatien, dass mit diesem Dokument ein Handel getrieben worden ist. Es wurde teilweise gegen Bargeld verkauft oder der Inhaber hat z.B. als Strohmann ein Auto zollvergünstigt gekauft und angemeldet und es einem Dritten gegen Bezahlung oder sonst wie überlassen.

Wie die Zeitung Slobodna Dalmacija mitteilt, ist jetzt in Split ein besonders eklatanter Fall aufgefallen. Mit Hilfe einer solchen »Povlastice« hat sich der Neffe des Großunternehmers und Bürgermeisterkandidaten von Split ,Željko Kerum, einen Ferrari im Wert von 1,5 Mio. Kuna gekauft, den er seinem Onkel ständig zur Verfügung gestellt hat.  Nachdem diese Sache aufgefallen ist, ist sie von Kerums Rechtsanwalt bestritten worden. Es sind aber eindeutige Fotos vorhanden, aus denen man sehen kann, dass er diesen Wagen benutzt hat und die Frage, woher der Neffe die große Summe für den Kauf des Fahrzeuges hatte, ist auch noch nicht beantwortet worden.

Ein Kommentar zu “Handel mit »Braniteljske Povlastice«”

  1. Soline

    Wenn sich tatsächlich heraus stellen sollte, dass Herr Kerum, der Herr Multimillionär, diesen Vorteil tatsächlich in Anspruch genommen hat, dann ist er nach m.M. als Bürgermeisterkanditat der Stadt Split untragbar.

    Wird er trotzdem gewählt, was nicht unmöglich ist, dann gute Nacht, mein geliebtes Dalmatien.

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