Kroatien hat das Ausländerrecht novelliert

Am 27.3.2008 ist in der Republik Kroatien das ab Anfang 2008 gültige Ausländergesetz novelliert worden.

Diese Reform bringt aber nur teilweise Erleichterungen und im Moment besteht noch die Frage, ob und wie es in den verschiedenen Polizeidienststellen angewandt wird.

Genaue Auskünfte kann man hier oder hier bekommen. Auch bei den Botschaften der verschiedenen Länder in Zagreb, kann man Informationen erhalten.

Damit ist diese, diese und diese Information nur noch teilweise gültig.

3 Kommentare zu “Kroatien hat das Ausländerrecht novelliert”

  1. Nikoleuth

    Wie sieht die Einwanderung und übersiedlung nach dem Beitritt zur EU aus.

  2. istra

    Zu “Nikoleuth: Wie sieht die Einwanderung und übersiedlung nach dem Beitritt zur EU aus”:

    Bürger des EWR/EU müssen sich spätestens am 8. Tag Aufenthalt (bisher 2. Tag) in Kroatien bei der Ausländepolizei mit Vorlage von Personaldokumenten mit ihrer Aufenthaltsadresse anmelden*, außer sie sind in einem Beherbergungsbetrieb abgestiegen, wo der Wirt das beim Tourismusbüro (!) erledigt.
    Bürger des EWR/EU müssen sich bei einem Aufenthalt länger als 3 Monate in jedem Fall (strafbewehrt!) rechtzeitig bei der Ausländepolizei mit Vorlage von Personaldokumenten mit ihrer Aufenthaltsadresse und Miet/Eigentums-Dokumenten anmelden*.

    Wenn ein Daueraufenthalt (ohne Aufenthaltspflicht) mit mehr als 5 Jahren in der Vergangenheit vorliegt, bekommt man auf Antrag ein weiteres 5-jähriges Aufenthaltsrecht* (ohne Aufenthaltspflicht) UND einen kroatischen Lichtbildausweis!

    *) Im Gesetz steht offenbar nichts von “anmelden” sondern von “beantragen”. Glaube, dass dieser Begriff vom überhöhtem Hoheitsrecht und Hoheitängsten der Kroaten gesteuert so ins Gesetz kam, aber nicht so zu verstehen ist. Es handelt sich also für EWR/EU-Bürger eigentlich nur um ANMELDUNGEN vergleichbar nach dem Meldegesetz für EWR/EU-Bürger, nicht um eine Antrags-Aufenthaltsgenehmigung/Visa (Boravak) wie für alle nicht-EWR/EU-Bürger weiterhin erforderlich. Es besteht dank der EU-Verträge ein RECHT auf Niederlassung, das grundsätzlich nicht von einem abgelehnten “Antrag” abhängig gemacht werden kann, wenn die vorzulegenden Papiere der Person stimmen!
    Das ebenfalls noch mögliche 5 jährige Aufenthaltsrecht gilt unabhängig von den Geschicken der EU oder nicht-EU in Kroatien und bietet einige Vorteile, ist also positiv zu verstehen, für Leute die einwandern, und nach 5 Jahren ununterbrochenem Aufenthalt/Visa etc. dieses Recht erlangen.
    Es ist zu beachten, dass das neue Gesetz ab 1.7.2013 sehr jung ist und nach allen Erfahrungen in den kommenden Jahren weiter novelliert/verändert werden wird!

    Dieses oben beschriebene Melderecht begründet (derzeit) kein Arbeitsrecht. Die arbeitsrechtlichen Bestimmungen (Übergangsfristen?) kenne ich nicht.
    Das Ganze OHNE GEWÄHR!

  3. Ivan

    Ich denke, dass der Begriff “Antrag” schon seinen Sinn hat. Man hat auch nicht in einem EU-Land das Recht sich einfach so nieder zu lassen wie es einem gerade passt.

    Ich kenne einen Holländer, der in seiner Jugend etwas Unfug mit Drogen fabriziert hatte. Der wurde in Deutschland erwischt und musste dort ins Gefängnis, danach erhielt er eine 10-jährige Einreisesperre.

    Unter diesem Aspekt betrachtet ist die “Beantragung” einfach nur rechtssicher ausformuliert.

Einen Kommentar schreiben: