»Gromača« darf nicht einfach geklaut werden

An der kroatischen Adriaküste und auf den Inseln, findet man häufig Gebilde aus gesammelten Felssteinen, die man »Gromača« nennt. Besitzer sind die jeweiligen Grundstückseigentümer. Wegen ihrer Vielzahl waren in der Vergangenheit nicht wenige Einwohner der Meinung, man könne sich an diesen Felsen selbst bedienen und haben sie, weil man sie gut gebrauchen konnte, zu sich nach Hause gebracht, oder bringen lassen.

In Jadranovo in der Nähe von Crkvenica, sind in den letzten Tagen zwei Männer beobachtet worden, die damit begonnen haben, solch eine Gromača von einem städtischem Grundstück auf einen Lastwagen zu laden. Die beiden Umweltschützer Manolito Matetić und Veselko Mutavgjić haben den Abtransport verhindert, indem sie den Lkw. blockiert haben. Gegenüber den danach herbei gerufenen Ordnungskräften der Stadt haben die “Täter” erklärt, dass sie von einem einheimischen Einwohner den Auftrag dazu hatten. Dieser hat seinerseits abgestritten, diesen Auftrag erteilt zu haben.

Was war das Ende von diesem Lied?: Die Felssteine mussten wieder an Ort und Stelle zurück gebracht und so wie vorher aufgestapelt werden. Ob jetzt jemand bestraft wird, ist nicht bekannt.

Ein Kommentar zu “»Gromača« darf nicht einfach geklaut werden”

  1. Soline

    Vor ein paar Jahren hat es einen deutschen Staatsbürger und Geschäftsmann gegeben, der Felssteine von der Insel Krk nach Deutschland transportieren und diese an Zoohandlungen verkaufen wollte. Dort hätten Besitzer von Aquarien die Möglichkeit gehabt, die original kroatischen Lochsteine zu kaufen.

    Letztendlich ist diese Geschäftsidee aber nicht zum Tragen gekommen. Die Gründe dafür sind nicht bekannt.

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