Eine Erfahrung in Kroatien

Vor ein paar Wochen hat die Zeitung Novi List mitgeteilt, dass die touristische Gemeinschaft des Kvarnergebietes eine Broschüre -nur in kroatischer Sprache verfügbar- über den Bau der alten Strasse (Lujzinska Cesta) von Rijeka nach Zagreb herausgegeben hat, die jeder der sich dafür interessiert, dort anfordern kann.

Nach ein paar Schwierigkeiten ist es mir gelungen dort telefonisch meine Anschrift zu hinterlassen (man wollte erst einmal, dass ich sie per E-Mail schriftlich anfordere) und es wurde versprochen, mir die Broschüre mit der Post zu übersenden. Das war am 13.6.2009.

Bis Vorgestern ist sie nicht auf der Insel Krk eingetroffen. Eine Nachfrage warum nicht hat ergeben, dass man im Moment nicht ausreichend Geld in der Barkasse hat, um das Porto bezahlen zu können. Ich möchte mich doch bitte noch ein wenig gedulden, bis die Direktorin wieder vor Ort ist und dafür sorgt, dass vom Geschäftskonto wieder Geld in die Kasse kommt. Wenn es aber eilig wäre, könne ich von Krk nach Opatija kommen und mir die Broschüre dort selber abholen.

Eine Fahrt von 120 km ist mir dieses Heftchen nun doch nicht wert. [smile]

Ein Kommentar zu “Eine Erfahrung in Kroatien”

  1. Soline

    Es scheint grössere Probleme bei der touristischen Gemeinschaft für das Gebiet des Kvarners zu geben. Die Broschüre ist immer noch nicht auf der Insel Krk eingetroffen.

    Weil ich mich sehr über diese Sache ärgere, will ich mal erklären wie so etwas, nach m.M. in Kroatien abläuft:

    Es gibt jemanden, der gute Verbindungen (Veza) zur touristischen Gemeinschaft und zur Zeitung Novi List hat. Der formuliert einen Text, wie hier zum Thema “Lujzinska Cesta”. Dafür wird er sehr, sehr gut bezahlt. Eine Druckerei erhält den Auftrag, der auch gut bezahlt wird. Ob solch eine Broschüre dann bei jemanden ankommt, der sich tatsächlich dafür interessiert, interessiert am Ende niemanden.

    An welche Zeiten erinnert mich so etwas? Nicht nur mich an die Zeiten, die wir eigentlich hinter uns gebracht haben wollten.

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