Eine falsche Auskunft des ADAC?

In diesem Forum wurde folgendes geschrieben:

“Da ich bald mit dem Boot meines Vaters in den Urlaub fahre, habe ich mich ein wenig darüber erkundet. Ich habe mit dem ADAC telefoniert. Seid Freitag kommt man mit einem Boot das einem nicht “gehört” nicht mehr über die Grenze in Slowenien nach Kroatien. Wir müssen jetzt den Bootsschein umschreiben lassen. Darauf das ich “Mitbesitzer” bin. Wollte euch nur mal bescheid sagen, sonst steht jemand bald in slowenien und darf nicht nach KRoatien rein. lg tina”

Vor wenigen Minuten hat ein Anruf bei der Polizeidienststelle am Grenzübergang Rupa ergeben, dass dem dortigen Polizeibeamten davon nichts bekannt ist. Wenn es so wäre, müsse er es eigentlich wissen.

Normalerweise würde überhaupt nicht kontrolliert, wer als Bootsbesitzer in den Papieren eingetragen sei. Im Zweifelsfall wäre es aber nicht schlecht, wenn man eine Vollmacht, wie bei einem Kraftfahrzeug mit sich führt, wenn man nicht als Besitzer oder Mitbesitzer in den Papieren eingetragen ist. Damit würde man auch etwaige Probleme bei der Anmeldung beim Hafenkapitän vermeiden.

Abschliessend war er allerdings der Meinung, dass der ADAC doch Recht haben könne. In Kroatien sei es nicht ganz ungewöhnlich, wenn Ausländer früher etwas erfahren, als die inländischen Dienststellen.

(Edit 17.6.) Ein Hafenkapitän von der Insel Krk hat heute Vormittag bestätigt, dass auch ihm von dieser neuen Regelung an der Grenze nichts bekannt ist. Für die Anmeldung bei ihm ist in solchen Fällen eine Vollmacht (Punomoć) notwending, deren Unterschriftsleistung von einem Notar bestätigt sein muss. Entsprechende Vordrucke, die nur noch ausgefüllt werden müssen, stehen bei den Hafenkapitänen zur Verfügung.

Aus dem Text der Vollmacht muss zwingend hervorgehen, dass das Boot ohne Begrenzung und unentgeltlich in den kroatischen Meeresgewässern benutzt werden darf. “… da može koristiti gore navedno plovilo/brodicu u unutr. mor.vodama i ter. moru RH-e, bez naknade i neograničeno.”

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