Schöne Traditionspflege in Kroatien

Schon zu Zeiten des ehemaligen Jugoslawiens war es nicht unüblich, dass Bewohner industriearmer Gebiete dorthin zogen, wo sie innerhalb des Landes einen Arbeitsplatz gefunden haben. Meist waren dies Menschen und ihre Familien, die sich nicht dazu durchringen konnten, als Gastarbeiter ins Ausland zu gehen.

Das galt auch für die Bewohner einer kleinen Stadt in der damaligen Republik Bosnien-Herzegowina. Ein Teil der Bewohner (Kroaten, Serben, Moslems) ist nach Deutschland gegangen und ein anderer Teil ist in die Gespanschaft Primorska-Goranska, hauptsächlich in die Stadt Rijeka umgesiedelt, um in den dortigen Industriebetrieben zu arbeiten.

In der neuen Heimat fühlten sie sich alle zusammen als Fremde und schon bald gründeten sie eine Gemeinschaft, in die jeder aufgenommen wurde, der in dieser Stadt in Bosnien-Herzegowina geboren worden ist. Die Nationalität oder Konfessionszugehörigkeit spielte dabei keine Rolle. Für die Kinder und deren Kinder war es selbstverständlich, sich ebenfalls dieser Gemeinschaft anzuschliessen.

Es wird die Erinnerung an die frühere Heimat gepflegt und mindestens einmal im Jahr trifft man sich zu einem grossem Fest. Das war selbst zu Kriegszeiten der Fall, wodurch bewiesen wurde, dass ein multikulturelles Zusammenleben durchaus möglich ist.

Diese Tradition wird in der heutigen Zeit fortgesetzt. Gestern haben sich die ehemaligen Einwohner mit ihren Kindern und Enkeln wieder einmal zu einem Fest getroffen. Dabei gab es selbstverständlich ein Lamm am Spiess wie auch andere Speisen aus der früheren Heimat. Natürlich wurde auch zünftig getrunken sowie fröhlich gesungen und getanzt.

Mit ausdrücklicher Genehmigung von Beteiligten, hier zwei Bilder von dieser Veranstaltung:

Festa1 Festa2

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