Eine Reise von Krk über Slowenien nach Zagreb

Gestern Abend gab es in Zagreb eine Veranstaltung, an der ich gerne teilnehmen wollte. Deshalb war es  notwendig, eine Reise von der Insel Krk in die Metropole und Hauptstadt von Kroatien zu unternehmen. Weil abzusehen war, dass die Rückfahrt in der Dunkelheit durchgeführt werden muss und ich solche Fahrten nicht mehr durchführen kann, hat sich ein guter Freund bereit erklärt, mich mit seinem Auto nach dort zu bringen. Er wollte die Fahrt aber gerne mit einer Fahrt in die Nähe von Maribor in Slowenien verbinden, wogegen ich natürlich nichts hatte.

Die Fahrt ging gegen 10 Uhr von der Insel los. Um zum Grenzübergang nach Rupa zu kommen, wollte er die Umgehungsautobahn in Rijeka benutzen. Entgegen der Ankündigung des kroatischen Automobilclubs war diese aber gesperrt, so dass wir entweder durch die Stadt oder über die von mir mehrfach vorgeschlagene Umleitungsstrecke fahren mussten. Zum Glück hat es auf dieser Strecke keine Baustellen mehr gegeben.

Somit hat sich der Hinweis eines Users in einem Forum (Daxbauer) bewahrheitet, dass man die Frage nach den Umleitungen in Rijeka nicht genau beantworten kann. Es ist tatsächlich im Moment alles eine Glücksache.

Weil auch andere Touristen diese Strecke auch mit Wohnwagen benutzten und ein Überholen nur sehr schwierig möglich war, dauerte die Fahrt bis Rupa länger als sonst üblich. Es war aber auf jeden Fall besser, als durch die Stadt zu fahren.

Am Grenzübergang war der Andrang überschaubar. Verschiedentliche Äusserungen von Usern in Foren, dass die slowenischen Grenzbeamten strenge Kontrollen, ja sogar Schikanen durchführen, konnte wir nicht beobachten. In zügiger Fahrt, aber unter Einhaltung der Geschwindigkeitsbegrenzung, ging es über Ilirska Bistrica, Knežak und Pivka nach Postojna. Dabei ist mir in Pivka ein riesiger Kreisverkehr aufgefallen, den ich vorher noch nie gesehen hatte.

In Postojna ging es auf die ominöse slowenische Vignettenautobahn. Mein Freund hatte eine Jahresvignette, aber  bei dieser Gelegenheit konnte man sehen, dass man sie an der Zahlstelle hätte kaufen können. Damit ist diese häufig gestellte Frage, wo man die Vignette kaufen kann, auch geklärt.

Ohne, wie früher nicht unüblich vor Ljubljana im Stau zu stehen, um die Autobahngebühr zu bezahlen ging die Fahrt weiter, zu unserem erstem  Etappenziel in die Nähe von Maribor. Dabei ist mir der sehr starke Lkw.Verkehr aufgefallen. Lastwagen aus verschiedenen Ländern waren unterwegs. Wahrscheinlich vom Hafen Koper aus.

Nachdem mein Freund seine Angelegenheiten erledigt hatte, ging es von dort in Richtung Grenze nach Macelj.

Von der angekündigten Autobahn ab Maribor bis zur Grenze, waren nur Teilstücke zu erkennen. Bis wann diese Autobahn einmal fertig ist, steht in den Sternen. Das müssen uns einmal die Slowenien-Experten erklären.

Auf kroatischer Seite ging es dann auf der Autobahn, die bis auf ein kurzes Teilstück vierspurig ist, über  Zaprešic nach Zagreb. Dabei sind mir an zwei Stellen Projekte aufgefallen, wo riesige Einkaufcenter entstehen sollen. Angesichts der Tatsache, dass die Situation bei dem Outlet Center, welches man von der Autobahn sehen kann, sehr übersichtlich war, muss man sich fragen, wer später einmal diese Center besuchen soll.

Bei der Einfahrt nach Zagreb fällt einem auf der rechten Seite die ganz neue “Arena” auf. Selten habe ich in meinem Leben solch eine imposante Halle gesehen. Der erste Anblick war nur mit dem ersten Anblick der Westfalenhalle in Dortmund, vor 50 Jahren vergleichbar.

Strassen- und Verkehrführungsmässig hat sich in den letzten Jahren nicht viel verändert. Nach dem Kreisverkehr ging es über die Save-Brücke weiter in die Stadt. Hier sind natürlich sofort die neuen modernen Strassenbahnen aufgefallen, die man dort angeschafft hat.

Kurz vor Erreichen des Zentrums ist mir die Gaststätte in Erinnerung gekommen, die ich noch von früher kannte. Dort konnte man immer sehr gut und preiswert essen und das selbst gebraute Bier geniessen. Und in der Tat, dieses Lokal gab es noch. Jetzt aber unter einem anderem Namen und offensichtlich einem neuen Besitzer. Für 102 Kuna sind wir beide dort sehr gut satt geworden und haben sogar noch etwas zurück gehen lassen. Mein Freund tat mir leid, aber es ging nicht anders. Ich durfte das sehr leckere selbst gebraute Bier trinken, er leider nicht.

Beim weiterem Weg in die Innenstadt sind viele Gedanken in mir aufgekommen. Es war wunderbar zu sehen, dass in Zagreb noch viele alte historische Gebäude vorhanden sind. Eines ist schöner, als das Andere. In diesem Moment wurde mir klar, dass die Stadt Zagreb zur Recht den Titel hat, die Metropole von Kroatien zu sein.

Die Strasse in der das Haus stehen sollte, wohin wir wollten, war im Navigerät nicht zu finden, weil, wie sich später heraus gestellt hat, die offizielle Strassenbezeichnung anders lautete, als diejenige, die auf der Einladung stand. Deshalb sind wir etwas verspätet zu der Veranstaltung eingetroffen, wegen der wir nach Zagreb gefahren sind.

Nach interessanten Gesprächen, die teilweise vielversprechend waren, haben wir dann gegen 20:00 Uhr die Rückreise auf die Insel Krk angetreten. Mit Hilfe des Navigerätes sind wir schnell auf die Autobahn nach Rijeka gekommen. Von dem Verkehrsaufkommen welches dann anzutreffen war, kann ein Autobahnfahrer in Deutschland nur träumen. Auffallend war auch der geringe Lkw. Verkehr.

Übrigens: Bei Einhaltung aller Geschwindigkeitsbegrenzungen (das Navigerät hat ständig darauf hingewiesen) haben wir nach exakt 2 Stunden, vom Zentrum in Zagreb, die Bucht von Soline auf der Insel Krk wieder erreicht.

Auf diesem Wege möchte ich meinem Freund P. noch einmal danken, dass er mir diese wunderbare Reise ermöglicht hat.

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