Unvorsichtige Touristen

Für jeden Touristen hätte gestern klar sein müssen, dass im Seegebiet von Senj, eine Bura droht. Dicke und schwere Wolken über dem Velebit-Gebirge deuteten darauf hin. Bei solchen Anzeichen fahren Fischer und geschulte Bootsfahrer nicht hinaus auf das Meer. Auch mit Luftmatratzen und Gummibooten sollte man sich nicht hinaus wagen.

Daran haben sich gestern mehrere Touristen nicht gestört. Einige konnten sich selbst in Sicherheit bringen, aber in drei Einsätzen musste der Hafenkapitän von Senj Vladimir Bionić sein Boot »Kalafurija« zum Einsatz bringen. Dabei konnte er 11 Touristen retten, darunter einen 12- jährigen Jungen aus Deutschland.

Deshalb hier der Hinweis an alle Touristen: Beim Baden, dazu gehört auch die Benutzung von Luftmatratzen und kleinen Gummibooten, darf man sich in Kroatien, auch wenn keine Bura droht, nicht mehr als 100 Meter vom Ufer entfernen. Bootsbesitzer sollten auf die Wolkenbildung über dem Velebit-Gebirge und auf das Verhalten der einheimischen Fischer achten. Sieht man eine starke Wolkenbildung im Gebirge und keine Fischer auf dem Meer, sollte man keinesfalls einen sicheren Hafen verlassen.

Ein Kommentar zu “Unvorsichtige Touristen”

  1. Fred

    Zitat :
    “Beim Baden, dazu gehört auch die Benutzung von Luftmatratzen und kleinen Gummibooten, darf man sich in Kroatien, auch wenn keine Bura droht, nicht mehr als 100 Meter vom Ufer entfernen.”

    Leider zeigen sich die Behörden bzw. die Touristenzentralen unfähig, ihre Gäste diesbezüglich zu informieren !
    Dadurch kommt es auch immer wieder zu unliebsamen Begegnungengen mit Bootsfahreren, die ihrerseits die Mindestabstände zum Ufener nicht einhalten.

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