Die Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der föderativen Volksrepublik Jugoslawien zwischen 1951 und 1968

Die Politik zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der föderativen Volksrepublik Jugoslawien, ist nach dem 2. Weltkrieg zunächst hauptsächlich durch das Verhältnis zwischen Belgrad und Moskau bestimmt worden.

Trotzdem sind im Dezember 1951 diplomatische Beziehungen zwischen diesen beiden Staaten vereinbart worden. Danach sind zahlreiche kroatische Gastarbeiter nach Deutschland emigriert und die ersten Touristen sind nach Jugoslawien gereist.

Einer der ersten Botschafter war von 1953 bis 1955 war Hans Kroll. Er hatte die Gelegenheit, die durch den Tod Stalins verursachten politischen Auswirkungen zu beobachten. Die Beziehungen besserten sich, gehörte Jugoslawien doch niemals dem damals sog. Ostblock an.

Die Beziehungen veränderten sich erheblich, als Jugoslawien am 15.10.1957 diplomatische Beziehungen mit der damaligen Deutschen Demokratischen Republik aufgenommen hat. Auf Anordnung von Bundeskanzler Dr. Konrad Adenauer sind am 19.10.1957, selbst gegen den Willen von CDU Politikern, aufgrund der bestehenden “Hallstein-Doktrin”, die diplomatischen Beziehungen abgebrochen worden. Einer derjenigen die dazu gedrängt hatten war Außenminister Heinrich von Brentano.

Der Botschafter wurde einseitig nach Bonn zurück gerufen und die Botschaft in Belgrad geschlossen. Die jugoslawischen Diplomaten mussten daraufhin die Bundesrepublik Deutschland verlassen und auch ihre Botschaft ist geschlossen worden. Konsularisch wurde Jugoslawien durch das Königreich Schweden in Deutschland vertreten, welches auch als diplomatische Schutzmacht fungierte.

Dagegen sind die konsularischen Interessen Deutschlands in Jugoslawien von Deutschland selber wahrgenommen worden. Über das in der Republik Kroatien bestehende Konsulat in Zagreb, wurden diese abgewickelt. Diplomatische Schutzmacht für Deutschland in Jugoslawien war ab diesem Zeitpunkt  die Republik Frankreich.

Durch diese Situation ist es zu erheblichen Hindernissen für die in Deutschland lebenden Gastarbeiter und für Touristen aus Deutschland gekommen, die damals schon zahlreich an die jugoslawische Adriaküste reisen wollten. Es ist auch darauf hinzuweisen, dass die personelle Ausstattung in dem Konsulat in Zagreb sehr schlecht war, so dass es bei der konsularischen Betreuung von Touristen zu erheblichen Engpässen gekommen ist.

Die eigentlichen Beziehungen sind durch diesen Abbruch aber nicht behindert worden, denn zahlreiche Kabinettsprotokolle beweisen, das Deutschland an guten politischen und wirtschaftlichen Interessen gelegen war, selbst in der Zeit, als Adenauer noch  die bundesdeutsche Regierung geleitet hat. Auch seine Nachfolger Ludwig Erhard (1963) und Kurt Georg Kiesinger (1966) setzten diese Politik fort.

Diese Periode dauerte etwas mehr als zehn Jahre, denn am 30.1.1968 war Bundeskanzler Kurt G. Kiesinger damit einverstanden, dass Außenminister Willy Brandt und Staatspräsident Tito, die Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen vereinbart haben.

Es kann in der heutigen Zeit gar nicht schaden, wenn man sich mal an solche Zeiten erinnert. Wer mehr dazu lesen möchte findet es hier.

Einen Kommentar schreiben: