Gemeinde will Anzeige erstatten

In der Gemeinde Pićan in Istrien, hat vor einigen Jahren das dänische Unternehmen Rockwool, einen Produktionsbetrieb für die Herstellung von Dämmsystemen aus Steinwolle gebaut und eröffnet. Dadurch sind damals auch einige Arbeitsplätze entstanden, die in dieser Region dringend benötigt wurden. Ganz allgemein gesehen, hat die ganze Gegend finanziell davon profitiert.

Vom Beginn der Produktion bis heute, hat es, nach Meinung der Behörden und vieler Einwohner dieses Gebietes, immer wieder Umweltprobleme mit diesem Betrieb gegeben. Diese seien in der Luft und im Abwasser entstanden. In diesem Zusammenhang ist es auch schon zu vorübergehenden Stilllegungen bzw. Produktionsreduzierungen gekommen. Unter bestimmten Auflagen des zuständigen Ministeriums, ist der Betrieb aber schon nach einiger Zeit wieder aufgenommen worden.

Mit diesen Auflagen und deren Kontrolle sind aber die Bürger der Gemeinde Pićan nicht zufrieden. Deshalb hat gestern der Gemeinderat beschlossen, bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Pazin, durch einen Rechtsanwalt eine Strafanzeige gegen die Verantwortlichen des Ministeriums für Umwelt und für Wirtschaft  erstatten zu lassen, weil er der Meinung ist, dass diese Behörden gegen Gesetze der Republik Kroatien verstossen.

Hier kann man sehen, welche Fotos im Jahr 2007 dort gemacht worden sind.

Meinung: In diesem Falle liegt ein typischer Interessenkonflikt vor. Auf der einen Steite müssen die wirtschaftlichen Vorteile für diese Gegend gesehen werden. Von diesem Betrieb hängen einige Arbeitsplätze und das Einkommen einiger Familien ab. Andererseits kann natürlich auch nicht hingenommen werden, dass die Gesundheit dieser Menschen und der anderen Anwohner, durch Umweltverschmutzungen dieses Betriebes gefährdet wird.

Frage: Das Unternehmen Rockwool unterhält noch weitere Produktionsstätten in Europa, Nordamerika und Asien. Kommt es dort zu ähnlichen Problemen wie in Istrien, oder ist dort der technische Standard höher.

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