Hohe Geldstrafen für Bootsfahrer

Unter dem Motto “Sigurna plovidba” sind am letztem Freitag an der gesamten kroatischen Adriaküste Sonderkontrollen von Jachten und Booten durchgeführt worden.

Wie die Nachrichtenagentur Hina mitteilt, sind dabei an diesem einen Tag Geldstrafen in Höhe von insgesamt etwa 200.000 Kuna verhangen worden.

Mehr dazu auch hier.

5 Kommentare zu “Hohe Geldstrafen für Bootsfahrer”

  1. Ernst

    Und zu welchem Zweck wurden diese “Kontrollen” durchgeführt, wenn als einziger Erfolg bekannt gegeben wird, welche Summe an Geldstrafen eingenommen worden ist?
    Wie ich es leider schon (zu) oft in Kroatien erlebt habe: es geht bei solchen Aktionen leider oft nur darum, zusätzliches Geld zu kassieren.

  2. Soline

    Die kroatischen Behörden können es nicht allen Menschen Recht machen. Auf der einen Seite verlangt man, dass Sicherheit und Ordnung auf dem Meer gegeben ist und auf der anderen Seite beschwert man sich, dass Kontrollen durchgeführt werden.

    Wie man auf diesem Bild sehen kann:

    http://kroatien-news.net/2009/08/bootsfahren-in-der-bucht-von-soline-2/

    werden sie anscheinend nicht häufig genug durchgeführt.

    Den Satz: “Es geht bei solchen Aktionen leider oft nur darum, zusätzliches Geld zu kassieren”, kann ich aus eigner Erfahrung ausdrücklich nicht bestätigen.
    Ich wäre z.B. auch dafür, wenn die Wasserschutzpolizei mal häufiger Boote einsetzen würde, die nicht schon aus grosser Entfernung, als Polizeiboote erkannt werden können.

  3. Andy

    Es wäre interessant zu erfahren, für welche Vergehen diese Strafen verhängt wurden.

  4. Soline

    http://www.index.hr/vijesti/clanak/zbog-glisiranja-uz-obalu-i-drugih-pomorskih-prekrsaja-u-jednom-danu-naplaceno-200000-kn-kazni/448259.aspx

  5. Petrina

    Als Bootsführer finde ich, dass solche Kontrollen viel häufiger durchgeführt werden sollten.

    In dem zuerst zitierten Artikel wird – sofern meine Kroatischkenntnisse zum Verständnis ausreichen – sehr wohl aufgeführt, welchen Hintergrund diese Schwerpunktkontrolle hatte (Überprüfung zu hoher Geschwindigkeiten in Ufernähe, Prüfung der Strände und Badebereiche, Schwarzcharter, Prüfung von Tauchgängen und Personentransport). Darüber hinaus wird berichtet, dass bei 519 Kontrollen (an der Küste) 213 Vergehen festgestellt wurden, wobei das Gleiten innerhalb der 300-Meter-Zone das häufigste Vergehen darstellte. Aus meiner Sicht ist das Verhältnis von Kontrollen und Strafen sehr aufschlussreich.
    Abschließend wird aufgeführt, dass das verbotene Gleiten innerhalb der 300-Meter-Zone mit Geldstrafen zwischen 1.000 und 15.000 Kuna geahndet werden kann und das das Baden und Schwimmen außerhalb bezeichneter Bereiche nur bis zu einer Uferentfernung von 100 Metern erlaubt ist. Somit ist dieser Artikel doch sehr aufschlussreich, informativ und – für Menschen die diese Regeln eventuell noch nicht kennen – auch durchaus lehrreich und hoffentlich auch ein wenig abschreckend.

    Dass der Artikel mit den eingenommenen Geldstrafen betitelt ist, ist der heutzutage übliche journalistische Stil (auch in Deutschland), der nicht zuletzt der Denkweise der Leser geschuldet ist, die einen Artikel mit dem Titel “Verschärfte Kontrollen sollen Sicherheit erhöhen” zu einem sehr großen Teil gar keine Aufmerksamkeit schenken würden.

    Wir selbst wurden in dieser Saison übrigens auch selbst (ohne Beanstandungen) kontrolliert (nicht im Rahmen dieser Aktion) und der kontrollierende Beamte war sehr höflich, freundlich und hat uns zudem noch interessante Hinweise gegeben. Dabei hatte ich zu keinem Zeitpunkt der Kontrolle das Gefühl, er wäre nur auf “Kasse machen” aus.

    LG

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