Zwischenfall mit Touristen aus Italien

Vorgestern Abend ist es in dem bekanntem Naturpark der Kornaten zu einem Zuwischenfall gekommen, über den alle grossen Medien in Italien und Kroatien berichten.

Eine Gruppe von Touristen aus Italien hat mit ihrer Jacht in einer Bucht geankert und ein Restaurant aufgesucht. Unter ihnen war auch eine Journalistin. Man hat ordentlich gespeist und getrunken und die Zeche hat am Ende 3.336 Kuna betragen. Weil der Gastwirt grundsätzlich keine Kreditkarten annimmt, war diese in bar zu zahlen. Die Gäste verfügten aber nicht über die in Kroatien gültige Valuta (Kuna) sondern nur über Euro.

Deshalb hat sich der Wirt damit einverstanden erklärt, die Bezahlung in Euro zu akzeptieren. Als Umrechnungskurs hat er einen Kurs von 7,15 Kuna pro Euro genannt. Damit waren die italienischen Gäste nicht einverstanden und es soll am Ende zwischen ihnen und dem Gasthauspersonal zu einer Prügelei gekommen sein.

Inzwischen ist auch der Botschafter der Republik Italien in Kroatien, Alessandro Pignatti Morano di Custoza eingeschaltet worden. Er hat von den Behörden eine Untersuchung und evtl. Bestrafung gefordert.

Erste Ermittlungen der Polizei haben ergeben, dass die Touristen nicht bei der Polizei gemeldet waren und auch keine Kurtaxe bezahlt hatten.

Mehr dazu hier.

Edit 13:30 Uhr. Inzwischen wurde bekannt, dass der Gastwirt zu einem “informativem” Gespräch, zur Polizei nach Zadar gebracht worden ist.

Edit 15:40 Uhr. Inzwischen hat sich der kroatische Minister für Tourismus Damir Bajs, höchstpersönlich öffentlich bei den italienischen Touristen, für den Zwischenfall entschuldigt.

6 Kommentare zu “Zwischenfall mit Touristen aus Italien”

  1. heli

    ich finde das den italienern immer recht gegeben wird. ein grossteil verbreitet nur unruhe und sie fühlen sich wie die kaiser. ich war jetzt 14 tage auf der insel rab, es war heuer eine katastrophe. schade mann muss dort als eingessesener österreicher nachgeben

  2. Fred

    Dieser Minister ist wohl ein typischer Politiker ohne jegliches Rückgrat !!
    Der hätte seinen eigenen Leuten schützend zur Seite stehen müssen !!

  3. Buccaneer

    Moin Soline,

    falls Du es nicht bereits mitbekommen hast: http://www.yachtrevue.at/forum/viewtopic.php?f=11&t=5525&p=33079 – eventuell wartet dieser österreichische Verlag ja noch auf eine Rechnung von Dir…?

  4. Soline

    @Buccaneer: Vielen Dank für diesen Hinweis. Der Verlag schreibt selbst:

    “Sämtliche Inhalte dürfen ausschließlich zur persönlichen Information und zum privaten Gebrauch verwendet werden. Insbesondere sind daher jede Form der Vervielfältigung, Veröffentlichung bzw. Zurverfügungstellung, sonstige Weitergabe oder Aufnahme in elektronische Datenbanken der Inhalte oder Teilen davon untersagt.”

    Den werde ich zumindest mal zur Stellungnahme auffordern müssen, denn rechtmäßig ist das auch in Österreich nicht.

  5. istra

    ich wähne mich weit entfernt von einer Italiener-Schelte, muß aber aus vielfältiger Beobachtung aus diesem Anlaß berichten, dass es immer Italiener sind, die alle Muscheln von den Felsen kratzen, Tintenfische jagen, Krabben aus den Felsritzen am Meer herausstochern. Es wird, seltsam, seltsam, alles kaputtgemacht, was in der Uferzone zu erwischen ist. Die Uferzonen gleichen langsam aber sicher unterseeischen Wüsten!
    Ich frage die blog-Leser!:
    - Ist das sinnvoll?
    - ist das in Kroatien rechtlich erlaubt?
    - ist das unwichtig, weil von 1800km Kroatiens Küste die 30% Touristisch Erschlossene irrelevant für die Meeresfauna ist?

  6. nikola

    Na ja, denk das Internet is ein freies Medium und ich finds toll wenn Blogs sooo gut ankommen – muss gestehen hab viele interessante Berichte auch schon kopiert und auf Facebook bzw. Twitter veröffentlicht – aber Männer sehen das wohl enger

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