Aktionen des »Državni Inspektorates« in Istrien

Das »Državni Inspektorat« ist in Kroatien eine gesonderte Behörde, die es z.B. in Deutschland nicht gibt. Man kann davon ausgehen, dass es landesweit die Aufgaben eines Ordnungsamtes wahrnimmt und zu überwachen hat, ob die gesetzlichen Vorschriften eingehalten werden.

Wie die Zeitung Glas Istre in ihrer heutigen Ausgabe mitteilt, hat das Inspektorat der Gespanschaft Istrien in diesem Jahr, wie angekündigt verschärfte Kontrollen durchgeführt. In der Zeit von Mitte Juni bis Ende August 2009 sind etwa 23.100 Fälle bearbeitet worden. Dabei wurde eine grosse Anzahl von Gesetzesverstössen festgestellt. Die Höhe der Geldstrafen hat 10,7 Mio. Kuna betragen.

In 1.005 Fällen mit 3.825 Betten hat es festgestellt, dass Wohnungen an Touristen vermietet worden sind, obwohl die Eigentümer nicht die erforderliche staatliche Erlaubnis dazu besessen haben.

Weiterhin wurden 55 ausländische Arbeitnehmer, ohne die erforderliche Geschäfts- oder Arbeitserlaubnis ermittelt. Bei 102 Arbeitnehmern hat die notwendige Anmeldung bei der Kranken- und Rentenversicherung  nicht vorgelegen.

In 607 Fällen ist festgestellt worden, dass Wohnwagen auf privatem Gelände abgestellt worden sind und zu touristischen Zwecken benutzt wurden. Wie ebenfalls vorher angekündigt, hat sie 600 davon versiegelt, nachdem die Besitzer der Wohnwagen, ihre privaten Sachen daraus entfernt hatten.

Zahlen aus anderen Gespanschaften sind noch nicht bekannt.

2 Kommentare zu “Aktionen des »Državni Inspektorates« in Istrien”

  1. Ordnungsamt

    Zitat:
    Das »Državni Inspektorat« ist in Kroatien eine gesonderte Behörde, die es z.B. in Deutschland nicht gibt.
    Zitatende.

    In Deutschland gibt es das “Ordnungsamt” in Kroatien “Inspektorat”

    Bitte den Unterschied mitteilen.

  2. Soline

    In Deutschland ist die Ordnungsbehörde den Gemeinden, Städten und Kreisen zugeordnet.

    In Kroatien handelt es sich um eine Landesbehörde, welche direkt dem Ministerium in Zagreb unterstellt ist. Es hat Aussenstellen in allen grossen Städten des Landes.

    Es nimmt übrigens auch Beschwerden von Touristen entgegen, die meinen, dass sie entgegen den gesetzlichen Bestimmungen behandelt worden sind.

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