Ferienhaussteuer in Kroatien

Es scheint nicht allgemein bekannt zu sein, dass in Kroatien eine gesetzliche Regelung über Ferienhaussteuern vorhanden ist. Diese ist in dem Gesetz über die kommunale Selbstverwaltung geregelt. Sie wird dort als “Porez na kuće za odmor”, oder auch als “Porez za Vikendica” bezeichnet.

Es sieht grundsätzlich vor, dass für Häuser- und Wohnungen, die als Zweitwohnung benutzt werden, diese Steuern gezahlt werden müssen. Als Zweitwohnung wird ein Haus oder Wohnung angesehen, in der niemand seinen festen Wohnsitz hat.

Die Erhebung und die Höhe dieser Steuer wird jeder einzelnen Stadt und Gemeinde selber überlassen und ist aus diesem Grund nicht einheitlich. Sie muss auf das Konto der Stadt oder Gemeinde eingezahlt werden und jeder steuerpflichtige bekommt einmal im Jahr dazu einen Steuerbescheid.

Ob, in welcher Höhe und bei wem sie erhoben wird, wird durch das Statut der einzelnen Gemeinden geregelt. Dabei ist die bewohnte Wohnfläche massgebend. Sie kann aber innerhalb einer Stadt oder Gemeinde sogar unterschiedlich sein, weil es das Gesetz erlaubt, den Anwendungsbereich in verschiedene Zonen einzuteilen. Bis zu drei unterschiedliche Zonen sind erlaubt. Unterschiede zwischen In- und Ausländern werden nicht gemacht.

Es hat sich gezeigt, dass es in der Vergangenheit einige Städte und Gemeinden gegeben hat, die von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch gemacht haben.  Diese Steuer aber, angesichts der angespannten finanziellen Lage,  jetzt eingeführt haben. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn sich jetzt plötzlich Besitzer von Ferienhäusern und Wohnungen darüber wundern, diese Steuern zahlen zu müssen. Andererseits können sie aber auch froh sein, wenn sie bisher davon verschont geblieben sind.

Anmerkung: In der Vergangenheit soll es sogar Ausländer gegeben haben, die ohne Notwendigkeit, eine Aufenthaltserlaub beantragt haben, um diese Steuer umgehen zu können.

Hier kann man z.B. einen Beschluss des Stadtrates von Umag vom 14.12.2001 sehen.

Ein Kommentar zu “Ferienhaussteuer in Kroatien”

  1. Alexander

    Hatte 2004 bis November 2009 ein Ferienhaus in Kroatien und jetzt 14 Monate nach Verkauf einen Brief vom Finanzamt nach Österreich geschickt bekommen mit der Forderung die Ferienhaussteuer bis 2004 rückwirkend nachzuzahlen. Ist das rechtlich in Ordnung ? Verjährt das nicht, wenn sich all die Jahre kein Finanzamt bei mir gemeldet hat ?

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