Wie Politiker mit Steuergeldern umgehen

Angesichts der bestehenden Finanz- und Wirtschaftskrise ist es interessant zu sehen, wie Politiker mit den Steuergeldern der Bürger umgehen. Das kann man deutlich am Beispiel der Stadt Rovinj, in Istrien erkennen. Diese Stadt hat etwa 21.000 gemeldete Einwohner.

Auch dort haben am 17.5.2009 die Kommunalwahlen stattgefunden. Zum Bürgermeister ist Giovanni Sponza (IDS) gewählt worden. Zu seiner Stellvertreterin Marina Budicina (IDS). Beide sind hauptberuflich tätig und erhalten ein Gehalt von der Stadt. Kraft ihres Amtes leitet der Bürgermeister und seine Stellvertreterin die Verwaltung der Stadt, bei der eine nicht geringe Anzahl von Verwaltungsangestellten beschäftigt ist.

Am gleichem Tag ist der Stadtrat gewählt worden. Von den 19 Abgeordneten stammen 15 ebenfalls von der IDS.

Aus dessen Reihen sind zur Unterstützung der Stadtspitze, noch sechs weitere Personen ernannt worden., die ihre Arbeit nebenberuflich ausüben. Jeder von ihnen ist für ein bestimmtes Ressort zuständig.  Im einzelnen handelt es sich um William Uljanić, Petar Macur, Robert Mavrić, Davor Žufić, Odete Sapač und Gianclaudio Pellizzer.

Jeder von ihnen erhält dafür monatlich 2.000 Kuna netto aus der Stadtkasse ausgezahlt.

Damit steht fest, dass eine 21.000-Einwohnerstadt von acht Personen geleitet wird, die alle ein Entgelt bekommen.

Zur Information: Zur Unterstützung von Eltern die Sozialhilfe beziehen und deren Kind jetzt in die Schule gekommen ist, wird bei einer dreiköpfigen Familie von der Stadt eine einmalige Unterstützung zum Kauf von Schulbüchern von 2.400 Kuna und bei einer vierköpfigen Familie, von 2.700 Kuna gezahlt.

Wer den gesamten Haushaltsplan der Stadt Rovinj lesen will/kann, findet ihn hier.

Wer den Zeitungsartikel dazu lesen will, findet ihn hier.

Meinung: Hier handelt es sich um das Beispiel einer Stadt in Kroatien. Man kann davon ausgehen, dass es in anderen Städten und Gemeinden ebenso oder ähnlich ist.

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