Einreisesperre für Thompson in die Schweiz (2)

Am 29.9.2009 wurde hier berichtet, dass von dem Bundesamt für Migration (Bfm) der Schweiz, eine Einreisesperre gegen den kroatischen Sänger Marko Perković Thompson verhängt worden ist.

Weil die Schweiz zu den Schengen-Staaten gehört, gilt diese Einreissperre auch für die Länder, die diesem Abkommen beigetreten sind.

Als Folge dessen, ist die Aufregung bei den Anhängern von Thompson im In- und Ausland gross. Mit dieser Einreisesperre hätte man rechnen können, denn heute wurde öffentlich bekannt, dass der spanische Aussenminister Miguel Angel Noratinos, als Beauftragter der OECE, einer Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa, die kroatische Regierung bereits im Jahr 2007 darauf hingewiesen hat, dass das Auftreten dieses Sängers, in den Mitgliedstaaten als kritisch angesehen wird.

Am 1.11.2007 ist in Wien von dem OSCE-Beauftragten Prof. Gert Weisskirchen ein Report heraus gebracht worden, der sich ebenfalls kritisch mit dem Auftreten des Sängers befasst. Den genauen Text findet man hier (engl). Dieser Report ist der kroatischen Regierung übergeben worden.

Beide Vorgänge sind in Kroatien bis jetzt nicht öffentlich bekannt gewesen. Deshalb wird jetzt in Medien gefragt, warum die Regierung bisher dazu geschwiegen hat.

2 Kommentare zu “Einreisesperre für Thompson in die Schweiz (2)”

  1. Mrvica

    Und,was soll das bringen?Tonträger und Videos sind zwar kaum ein Ersatz für Life Auftritte,aber geschickt gestaltet und vermarktet werden diese dann in Europa verbreitet.
    In Zukunft wird Thopson dann eben in nicht EU Ländern auftreten und es kann als sicher angesehen werden ,das diese Veranstaltungen alles bisher dagewesene in den Schatten stellen werden.
    Mit diesem Schachzug hat sich die EU in mehfacher Hinsicht keinen Gefallen getan.Ich könnte mir vorstellen das bei einem Referendum zum EU Beitritt Kroatiens ,viele seiner Fans im Lande, mit nein stimmen werden.

  2. tzhaube1

    Dies stand nun heute bei uns in der Zeitung:

    Kroatien demonstriert gegen Perkovic-Einreisesperre
    Das Einreiseverbot für den ultranationalistischen kroatischen Sänger Marko Perkovic alias Thompson führt zu diplomatischen Spannungen zwischen der Schweiz und Kroatien. Kroatien hat den Schweizer Botschafter einbestellt.

    Dabei bat Kroatien die Schweiz, den Entscheid für die Einreisesperre zu überdenken, wie die Nachrichtenagentur AFP schreibt. In der diplomatischen Note vom Donnerstag gibt Kroatien zu bedenken, dass Perkovic in keinem Staat gesucht werde – geschweige denn verurteilt worden sei.

    Das Aussendepartement EDA bestätigte am Donnerstagabend, dass der Schweizer Botschafter ins kroatische Aussenministerium bestellt worden sei. «Wir nehmen die Haltung Kroatiens zur Kenntnis», sagte EDA-Sprecher Adrian Sollberger.

    Fascho-Konzert als Grund

    Verantwortlich für das Einreiseverbot ist das Bundesamt für Polizei (fedpol). Dieses hatte am 29. September verfügt, dass Perkovic nicht in die Schweiz einreisen darf. Das für den 3. Oktober angekündigte Konzert im «Froschkönig» in Kriens LU wurde damit abgesagt.

    Ausschlaggebend für den Entscheid des fedpol waren neue Erkenntnisse des Dienstes für Analyse und Prävention (DAP): Perkovic ist für hetzerische Texte und die Verherrlichung der kroatischen Faschisten (Ustascha) bekannt. Die Luzerner Behörden hatten sich juristisch ausserstande gesehen, das Konzert zu verhindern.

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