LNG-Informationsveranstaltung in Omišalj

Es ist bekanntlich geplant in Omišalj auf der Insel Krk, ein LNG-Terminal zu bauen, wo mit Tankern aus dem Nahem Osten Flüssiggas ankommt, zu normalem Gas umgewandelt und in Pipelines weitergeleitet wird.

Dazu ist schon vor einiger Zeit in Zagreb das Unternehmen Adria LNG d.o.o., ein “Joint Venture” bestehend aus OMV Gas & Power GmbH, E.ON Ruhrgas, Total, RWE Transgas und Geoplin, gegründet worden.

Die Verhandlungen und Vereinbarungen zwischen diesem Unternehmen und der kroatischen Regierung sind schon sehr weit fortgeschritten. Von Anfang an hat es auch die Vertreter der kommunalen Selbstverwaltung, d.h. der Gespanschaft Primorka-Goranska und der Gemeinde Omišalj ausführlich über dieses Projekt informiert und die Zustimmung zu diesem Projekt von ihnen erhalten.

Bei der weiteren Planung ist aber ein Problem aufgetreten. Aus Italien konnte man nämlich hören, dass auch in der Gegend von Triest der Bau eines LNG-Terminals geplant ist. Ob diese Pläne noch bestehen oder nicht, ist noch nicht endgültig entschieden. Wie es heisst, soll man sie auf Einspruch von Slowenien fallen gelassen haben. Entschieden ist aber noch nichts.

Gestern hat das Unternehmen Adria LNG d.o.o. in der Schule von Omišalj eine Informationsveranstaltung zu diesem Projekt durchgeführt. Dabei hat Ihr Direktor Michael Mertl alle Fragen von Bürgern und Umweltschützern beantwortet.

Er hat dabei zunächst einmal darauf hingewiesen, dass diese Anlage ungefährlich sei und das weltweit schon einige davon betrieben werden. Die meisten Fragen haben sich auf die Umweltverträglichkeit bezogen. Dabei hat er darauf hingewiesen, dass dabei nur geringe Mengen von Hyperchlorit freigesetzt werden und diese für die Menschen ungefährlich sind. Die Frage nach der Beeinflussung des Meeres hat er dahingehend beantwortet, dass es sich in einem Umkreis von 70 Metern von der Anlage nur um 0,5 Grad und in einer Entfernung von 1 km um 0,2 Grad abkühlen wird.

Auf die Frage, welchen Nutzen die lokale Bevölkerung von dieser Anlage habe, hat er nur kurz und knapp geantwortet und sagte: “Er wird erheblich sein.”

Meinung:
Der Bau dieser Anlage in Omišalj wäre aus drei Gründen zu begrüssen. Er würde langfristig dazu beitragen, dass die Energieversorgung in Kroatien verbessert würde. Es ist sehr gut vorstellbar, dass z.B. die Einwohner der Insel Krk, mit diesem Gas versorgt werden und ihren Energiebedarf damit abdecken könnten. Durch den Bau und dem späteren Betrieb würden nicht wenige Arbeitsplätze geschaffen, die für diese Gegend ausserordentlich wichtig sind. Auch die Steuermehreinnahmen die sich aus diesem Projekt ergeben würden, dürften nicht unerheblich sein.

Das von dem Unternehmen solch eine Öffentlichkeitsarbeit betrieben wird, ist zu begrüssen. Endlich können die Bürger einmal das Gefühl bekommen, dass nicht alles über ihre Köpfe hinweg entschieden wird. Deshalb wäre es erfreulich, wenn das Unternehmen die Bevölkerung weiterhin über ihre Pläne informieren würde.

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