War Tito für Verbrechen verantwortlich?

Wie heute bekannt wurde, planen die beiden Regierungsparteien HDZ und HSS ein Gesetz in das kroatische Parlament einzubringen, in dem geregelt wird, wie mit den Fundstätten derjenigen umgegangen wird, die nach dem 2. Weltkrieg durch die kommunistischen Machthaber umgekommen sind. Nach wissenschaftlichen Untersuchungen soll es in Kroatien, noch zwischen 500 und 900 Massengräber geben und die dort getöteten sind nicht bestattet worden, wie man es eigentlich erwarten muss.

Deshalb sollen diese Gräber wenigstens genau festgestellt, gekennzeichnet und gepflegt werden.

Nach Meinung der HDZ und HSS sind auf dem Territorium von Kroatien, ab dem 9. Mai 1945 Massentötungen an demobilisierten Soldaten, gefangenen Soldaten, politischen Gegnern, darunter eine grosse Zahl von Zivilisten, zu denen auch Frauen, Alte und Kinder gehörten, vorgekommen. Es habe Fälle gegeben, wo Menschen in sog. Gerichtsverhandlungen zum Tode verurteilt worden sind, in denen ihnen nicht einmal das Recht auf Verteidigung eingeräumt worden ist.

Danach waren alle Opfer, die unter solchen Umständen getötet wurden, unschuldig und verdienen auch heute noch, einen angemessenen Respekt. Sie müssten eine würdevolle und zivilisierte letzte Ruhestätte finden und dürften nicht in Vergessenheit geraten. Dies sei ein Spiegelbild von zivilisatorischen Errungenschaften einer modernen Gesellschaft. Die Rehabilitierung der Opfer der kommunistischen Verbrechen sei eine Pflicht, und die Kennzeichnung ihrer Gräber, eine Schuld der Vergangenheit und ein Unterpfand für die Zukunft des Landes.

Grösster Schuldiger an diesen Verbrechen ist nach Meinung der beiden Parteien, der frühere jugoslawische Staatspräsident Josip Broz Tito. Diese Verbrechen seien unter seiner Verantwortung vorgenommen worden und bei einer Veranstaltung Mai 1945, habe er selber in Ljubljana gesagt: “Liquidieren wir zweihunderttausend Banditen, die wir noch fangen können”.

Quelle: Novi List

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