Die kroatische Politik und Gesellschaft

Die kroatische Politik und Gesellschaft kann man an einem Beispiel gut deutlich machen. An der Mülldeponie »Kaštijun« in der Nähe von Medulin und Pula in Istrien.

In diesen Tagen wird darüber diskutiert, ob sie mit Hilfe einer europäischen Entwicklungsbank vergrössert werden soll oder nicht.

Stellen wir fest: Betreiber ist das kommunale Unternehmen Kaštijun d.o.o., Pula. Gesellschafter sind die Stadt Pula mit 51 % Anteil und die Gespanschaft Istrien mit 49 % Anteil.

Aufsichtsratsvorsitzender ist Boris Miletić, der Bürgermeister der Stadt Pula und kroatischer Parlamentsobgeordneter, weiteres  Mitglied ist Ivan Jakovčić, der Leiter (Župan) der Gespanschaft von Istrien.

Die Verantwortung für diese Mülldeponie tragen damit ausschliesslich Politiker und keine Fachleute aus dieser Region, die Tag für Tag behaupten, nur das Beste für ihre Einwohner organisieren zu wollen. Sie sind nicht vom Himmel gefallen, sondern in freien Wahlen von den Wahlberechtigten in ihre Ämter gewählt worden und gehören der gleichen Partei (IDS) an.

Sie sind gewählt worden, obwohl sie nichts dagegen unternehmen, dass diese schreckliche Mülldeponie verschwindet.  Nein, diese gewählten Herrschaften wollen diese noch vergrössern, obwohl jeden klar denkendem Menschen bekannt sein muss, dass sie der Umwelt und damit den Menschen in der Zukunft schadet.

Zur Klarstellung: So etwas gibt es nicht nur in Pula und Medulin, sondern auch an vielen anderen Orten in Kroatien und  zu  vielen anderen Themen  auch.

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