Bericht in der »Slobodna Dalmacija«

Heute berichtet ein Reporter dieser Zeitung, von seiner gestrigen Fahrt von Rijeka nach Split.

Nachdem er am Morgen in Rijeka sein Dienstfahrzeug vom Schnee geräumt hatte, hat er sich auf den Weg gemacht und wollte über die Autobahn nach Split fahren. Im Radio hat er gehört, dass in der Stadt alle Schneeräumer im Einsatz sind. Er hat aber keinen einzigen sehen können. An der Zahlstelle in Grobnik hat ihn ein Polizeibeamter gefragt, ob er noch normal sei, bei diesem Wetter und den Strassenverhältnissen zu fahren. Er hat ihm geantwortet: “Šjor (Onkel) Polizeibeamter, ich bin Reporter einer Zeitung und werde vor Ort selber sehen, wie die Strassenverhälltnisse auf unserer Autobahn sind”.

Als er im Gebiet des Gorski Kotar Gebirges angekommen ist, war es ihm dann an manchen Stellen nur noch möglich, mit einer Geschwindigkeit von 20 kmh. zu fahren. Seine Höchstgeschwindigkeit war 40 kmh. Die Temperatur hat -12 Grad und die Windgeschwindigkeit 100 kmh. betragen. Unterwegs hat er sich dann selber gefragt, warum hast du diese Reise angetreten. Für die Fahrt bis zum Abzweig Bosiljevo benötigt er normal eine Stunde, gestern waren es vier Stunden.

Dort ist er dann in Richtung Split abgebogen und hatte die Hoffnung bald zu Hause zu sein. Dem war aber nicht so. Im Gebiet der Lika war das Schneetreiben so stark, so dass er kaum noch etwas sehen konnte. Ein Gewitter ist auch noch hinzu gekommen.

Plötzlich hatte er Glück und zwei Schneeräumer sind vor ihm gefahren und haben die Autobahn frei gemacht. Bis zur Raststätte Prokljan konnte er gut hinter ihnen herfahren. Ab dort habe ihn wieder der Teufel erwischt schreibt er, und wieder habe er kaum noch etwas sehen können.

Als es wieder besser wurde, ist er mit einer Geschwindkeit von 30-40 kmh weitergefahren und hat schliesslich nach zehn Stunden, sein Ziel in Split erreicht.

Am Ende hat er sich dann selbst gefragt, ob es vernünftig war, diese Fahrt anzutreten.

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