Der Aufstieg und Fall der Familie Pevec

Die Einzelhandelskette Pevec d.o.o., deren Gesellschafter das Ehepaar Zdravko und Višnja Pevec sind, befindet sich anscheinend vor dem wirtschaftlichem Ruin.

Das Ehepaar hatte im Jahr 1990 sein erstes Geschäft in einer Garage in Bjelovar eröffnet, das Unternehmen ist daraufhin innerhalb von nur neunzehn Jahren zu einer der grössten Einzelhandelsketten in Kroatien angewachsen. Es blieb immer eine GmbH (d.o.o.) und ist nicht wie in anderen Fällen geschehen in eine Aktiengesellschaft (d.d.) umgewandelt worden.

In dieser Situation stellt es sich jetzt der Öffentlichkeit. Hier kann man sehen und lesen, was es zu diesem Fall zu sagen hat:

Meinung: für den Aufstieg und Fall der Pevec-Gruppe waren mehrere Beteiligte verantwortlich. Das Ehepaar selbst, weil es nach dem Vorbild von Ivica Todorić und anderen in einer Liga spielen wollte, in die es nicht gehörte. Aber auch die Arbeitnehmer waren daran nicht ganz unschuldig. Man konnte schon längere Zeit erkennen, dass sie überwiegend unmotiviert waren – wenn man als Kunde eine Beratung benötigte, sind sie meist weggelaufen. Dass der eine oder andere auch Geschäfte auf eigene Rechnung gemacht hat, ist dabei ein offenes Geheimnis.

Hauptverursacher waren aber die Banken und Lieferanten aus dem In- und Ausland. Was diese für Kredit- und Leasinggeschäfte mit dem Unternehmen abgeschlossen haben, ist für einen aussenstehenden unvorstellbar. Schaut man sich nur die eigene Lastwagenflotte an, die über Leasingverträge angeschafft worden sein soll, kann man erkennen, dass ein wirtschaftlicher Erfolg des Unternehmens unmöglich war. Auch der Eigenbau der vielen Filialen hat eine Unsumme von Geld gekostet, die durch die geringen Verkaufspreise niemals hätten refinanziert werden konnten. Die Lieferanten wollten mit ihren Artikeln den südosteuropäischen Markt erobern, weshalb viele Waren auf Rechnung mit langfristigem Zahlungsziel geliefert worden sind. Jetzt, wo die Krise da ist, sind sie dazu natürlich nicht mehr bereit.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass in den vergangenen neunzehn Jahren ein Kartenhaus aufgebaut wurde, das jetzt aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Krise zusammenzubrechen droht.

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