Einzelheiten zur Präsidentenwahl in Kroatien

Es ist interessant sich Einzelheiten der gestrigen Wahl zum Staatspräsidenten in Kroatien anzuschauen.

Die amtlich genannte Wahlbeteiligung war mit 43,95 % erwartungsgemäss gering. Im Land selber, dürfte sie wesentlich höher gewesen sein.

In der Landeshauptstadt Zagreb hat Ivo Josipović 34,57% der Stimmen bekommen. Sein Rivale und Bürgermeister Milan Bandić nur 15,64%. Nadan Vidošević 12,1% und Vesna Pusić 10%. Die Wahlbeteiligung lag bei 52 %.

Josipović hat in allen Gespanschaften die meisten Stimmen bekommen, ausser in Istrien (Damir Kajin 35,4%) und in der Gespanschaft Lika-Senj (Andria Hebrang 30,07%). Schaut man sich die Ergebnisse genauer an kann man erkennen, dass es kein einheitliches Wahlverhalten gegeben hat.

Im Ausland waren 406.147 Personen wahlberechtigt. Überwiegend in Bosnien-Herzegowina. An der Wahl haben aber nur 66.164 Personen teilgenommen, was einer Wahlbeteiligung von 16,29% entspricht. Bandić hat aus der Diaspora 47,60% der Stimmen erhalten. Hebrang 23,78%, Tuđman 8,61%, Primorac 7,28%, Josipović 5,37%, Vidošević 2,90%, Jurčević 1,35%, Pusić 1,22%, Mikšić 0,59%, Škare- Ožbolt 0,34%, Kajin 0,29% und  Vukšić 0,07%.

Meinung: Geht man davon aus, dass die überwiegende Zahl der im Ausland abgegebenen Stimmen in Bosnien-Herzegowina abgegeben wurde, kann man erkennen, dass die im übrigem Ausland lebenden Kroaten, kein Interesse an der politischen Zukunft ihres Heimatlandes hatten.

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