Kroatisch oder Serbokroatisch in der EU?

Der Österreicher Hannes Swoboda ist vom Europaparlament beauftragt worden, für das Jahr 2009 einen  Fortschrittsbericht über Kroatien anzufertigen. Dieser Bericht ist von ihm fertig gestellt worden und soll am kommenden Dienstag, vom aussenpolitischem Ausschuss des Parlamentes beschlossen werden.

Dazu gibt es zahlreiche Änderungs- und Ergänzungsvorschläge.

Die deutsche Abgeordnete Franziska Katharina Brantner (Bündnis 90/Die Grünen) und die niederländische Abgeordnete Marije Cornelissen (Green Left) fordern, dass folgender Text in den Bericht aufgenommen wird:

“…..macht darauf aufmerksam, dass die ursprüngliche serbokroatische Sprache in einigen der potentiellen Bewerberländer der Region nunmehr in verschiedene Amtssprachen aufgeteilt wurde; weist darauf hin, dass die Kosten für die Verdolmetschung und Übersetzung erhebliche Auswirkungen auf den Haushalt der EU-Organe haben, und fordert die Kommission auf, mit den kroatischen Staatsorganen vor dem Beitritt eine geeignete Regelung in Bezug auf die kroatische Sprache zu finden, die den künftigen Abschluss einer umfassenden Sprachenregelung mit Bosnien und Herzegowina, Montenegro und Serbien nicht verhindert, sobald diese Länder EU-Mitgliedstaaten werden.”

In kroatischen Medien (z.B. hier) ist darüber eine Verwunderung zum Ausdruck gebracht worden.

Den ganzen Bericht von Swoboda und und die dazu gestellten Änderungs- und Ergänzungsvorschläge, findet man hier.

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