Bedroht Ölpest auch die kroatische Adriaküste?

Aus einer ehemaligen Raffinerie bei Mailand, sind absichtlich mehrere hunderttausend Liter Öl in den Fluss Lambro abgelassen worden, der in den Po mündet. Gestern war der Ölteppich bereits 150 Kilometer in den Fluss vorgedrungen und könnte in 5 Tagen die Mündung am Po-Delta erreichen und damit in die italienische Adria gelangen.

In Kroatien wird teilweise befürchtet, dass von diesem Öl, auch eine Gefahr für die kroatische Adria und deren Küste ausgehen könnte.

Demgegenüber hat gestern das Zentrum Ruđer Bošković aus Rovinj, welches für die Meerwasserüberwachung zuständig ist mitgeteilt, dass die Situation im Moment noch kein Risiko für den kroatischen Teil der Adria darstellt. Man stehe in ständigem Kontakt mit einem biologischem Institut in Italien und von dort sei mitgeteilt worden, dass man auf jeden Fall, einen Abfluss der Ölpest in das Mittelmeer verhindern will.

Es bleibt zu hoffen, dass die Italiener dieses Vorhaben auch schaffen.

Edit 15:40 Uhr: Alessandro Pignatti Morano Di Custoza, der italienische Botschafter in Kroatien, hat heute Mittag der Staatssekretärin Marija Babić, vom Ministerium für Verkehr mitgeteilt,  dass die Reinigung des Flusses Po unter Kontrolle sei und für die kroatische Adriaküste keine Gefahr besteht.

2 Kommentare zu “Bedroht Ölpest auch die kroatische Adriaküste?”

  1. A. D.

    Haben Sie in der Presse von der 3 Wochen ausser kraft gesetzten Kläranlage gehört bzw. gelesen … Das würde heissen, dass alle Abwässer ungeklärt in Richtung Po bzw. Adria (aus dem Grossraum Mailand) fliessen würden. Sauberer wird die ohnehin sehr flache Adria dadurch nicht. Aber Herr Alessandro Pignatti Morano Di Custoza ist sicher Experte und in Kontakt mit den dortigen Behörden.

  2. hajobeu

    Was man vom Kommentar des Herrn Botschafter zu halten hat, kann man sich ausmalen, wenn man dessen “Werdegang” etwas weitergehend verfolgt.
    Derzeit ist von neutralen Stellen zu hören, daß nichts unter Kontrolle ist. Auf jeden Fall haben die italienischen Behörden wieder einmal bewiesen, daß sie Meister im Hinauszögern, Abwiegeln und Vertuschen unliebsamer Wahrheiten sind. Ganz nach dem Vorbild ihres “obersten Kriegsherrn”.

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