Hypo: Neue Milliardenbelastung für Kärnten

Mit harscher Kritik reagierte am Donnerstag der Kärntner SPÖ-Klubobmann Herwig Seiser auf die Stellungnahme von Pröll-Sprecher Harald Waiglein, wonach das Finanzministerium jenen PricewaterhouseCoopers-Bericht geheim halten wolle, welcher der Hypo Alpe Adria einen Wertberichtigungsbedarf zwischen fünf und zehn Mrd. Euro bis 2017 bescheinigt, für welchen das Land Kärnten haftet.

Seiser hatte ja zuvor aufgedeckt, dass rund 1400 Kredit- und Immobiliengeschäfte vor allem in Kroatien im Volumen von rund zehn Mrd. Euro “faul”, das heißt uneinbringlich, seien und von Finanzminister Josef Pröll die Offenlegung des “finanziellen Tsunamis, der auf Kärnten zurollt” verlangt.

Der SPÖ-Klubobmann forderte heute ÖVP-Obmann Josef Martinz noch einmal dringend auf, von dessen Parteikollegen Pröll den PWC-Bericht anzufordern: “Dieses Gutachten muss ein Bestandteil der U-Ausschuss-Unterlagen werden.” Den Beteuerungen des Finanzministeriums und der Bank, es würde keine zusätzlichen Risiken geben, schenke er ohne den Prüfbericht zu kennen, keinerlei Glauben. Schließlich sei im Zusammenhang mit der Hypo schon so viel gelogen und beschönigt worden, dass “sogar Baron Münchhausen sich im Grab umdreht”. Und: “Dass das Finanzministerium den Bericht nicht angeschaut hat, obwohl darin von zweistelligen Milliardenverlusten die Rede ist, kann ich mir nicht vorstellen. Der Staat Österreich wird ja nicht die Katze im Sack gekauft haben”, so Seiser.

Quelle: OTS

Ein Kommentar zu “Hypo: Neue Milliardenbelastung für Kärnten”

  1. Mark

    Was mich bei dieser Blase verwundert ist die Tatsache das die Immobilienpreise immer noch nicht eine Korrektur vornehmen, immer noch total überteurerte Objekte die in Kroatien angeboten werden.

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