Kroatien und Deutschland unterzeichnen Abkommen

Der kroatische Vizepremierminister und Finanzminister Ivan Šuker und Botschafter Dr. Bernd Fischer haben gestern im kroatischen Finanzministerium ein Abkommen über Finanzielle Zusammenarbeit zwischen der Regierung der Bundesrepublik Deutschland und der Regierung der Republik Kroatien unterzeichnet.

Dieses Rahmenabkommen bezieht sich auf die dritte Phase des Projekts “Wasserversorgung und Abwasserentsorgung in der Republik Kroatien“, das mit einem zinsverbilligten Darlehen der deutschen Seite von insgesamt bis zu 18 Millionen Euro finanziert werden soll. Die einzelnen Bedingungen des Darlehens werden mit einem Darlehensvertrag vereinbart. Vorgesehen ist, dass der Vertrag zwischen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und der Kroatischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (HBOR) abgeschlossen wird. Die  ersten zwei Phasen des Projekts wurden mit bereits früher gewährten Darlehen aus dem Stabilitätspakt und den Bundesmitteln finanziert.

Das mit dem Abkommen ermöglichte Darlehen wird der Umsetzung von europäischen Standards in der Wasserversorgung und der Abwasserentsorgung in Kroatien beitragen.

Deutschland hat seit 2000 Kroatien im Rahmen der Finanziellen Zusammenarbeit (FZ) ermöglicht, zinsgünstige Marktmittelkredite in Höhe von insgesamt 265 Millionen Euro für die Wasserversorgung, die Abwasserentsorgung, die Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien, das energiewirtschaftliche Klimaschutzprojekt und den Ausbau des Hafens Zadar zu erhalten.

Neben der Finanziellen Zusammenarbeit hat die Bundesregierung im Rahmen der Technischen Zusammenarbeit (TZ) seit 1992 insgesamt 67,5 Millionen Euro für Projekte wie „Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung“, „Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung in der Ernährungswirtschaft“, „Aufbau eines Katasterwesens“, „Systemreform Berufsausbildung“ und „Integriertes Küstenzonenmanagement“ und „Studien- und Fachkräftefonds“ bereitgestellt.

Neben der genannten Unterstützung und Zusammenarbeit nimmt Deutschland an sämtlichen Mitteln der Europäischen Union für Kroatien mit 26 Prozent teil. In den vergangenen Jahren verlagern sich die deutschen nationalen Mittel zunehmend auf die Zuwendungen der Europäischen Union.

Durch die Kroatien gewährte Technische und Finanzielle Zusammenarbeit äußert Deutschland auch auf materielle Weise die Bereitschaft, den europäischen Weg Kroatiens zur Europäischen Union kontinuierlich zu unterstützen.

Quelle: Deutsche Botschaft, Zagreb

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