Minister einigen sich auf Umweltmaßnahmen

Minister und hochrangige Vertreterinnen und Vertreter, verantwortlich für die Wasserbewirtschaftung des Donau-Einzugsgebiets aus Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Kroatien, Montenegro, Österreich, der Republik Moldau, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Slowenien, der Tschechischen Republik, der Ukraine, Ungarn sowie der Europäischen Kommission haben gestern im Rahmen einer Ministertagung eine “Donaudeklaration” verabschiedet. Die Tagung wurde unter der Koordination der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau (IKSD) in Wien abgehalten.

“Wir teilen uns nicht nur die Donau als Fluss, sondern auch die damit verbundene Verantwortung,” sagte der IKSD Präsident Mitja Bricelj. “Wir haben uns getroffen, um sicher zu stellen, dass die Ressourcen des Donau-Einzugsgebietes nachhaltig umweltverträglich bewirtschaftet werden.”

Der Bewirtschaftungsplan für das Einzugsgebiet der Donau skizziert konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Umweltbedingungen der Donau und ihrer Nebenflüsse, die bis zum Jahr 2015 realisiert werden sollen. Die Maßnahmen sind vielfältig und haben das Ziel, die Verschmutzung durch Abwasser aus menschlichen Siedlungen und der Landwirtschaft zu reduzieren, die negative Auswirkungen von künstlichen Veränderungen der Flussstruktur zu verringern, phosphatfreier Waschmittel in allen Ländern einzuführen, sowie Auenlandschaften wieder an die Flüsse anzubinden. Der Plan orientiert sich an den rechtlich verbindlichen Vorgaben der EU Wasserrahmenrichtlinie.

“Die Einigung über koordinierte Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität im weltweit internationalsten Flussgebiet ist eine beachtliche Leistung und erfordert ein starkes politisches Engagement, so wie es in der heutigen Sitzung zum Ausdruck gekommen ist”, erklärt Philip Weller, Exekutivsekretär der IKSD.

Hochwasserschutzpläne für 17 Untereinzugsgebiete der Donau wurden ebenfalls angenommen. Diese Hochwasserschutzpläne beinhalten hunderte von konkreten Maßnahmen, unter anderem die Revitalisierung von Auenlandschaften, die Instandhaltung von Hochwasserschutzdämmen und auch die Verbesserung von Hochwasserwarnsystemen. Die Donaustaaten setzen diese Maßnahmen, um die Bevölkerung vor Überschwemmungen zu schützen und um die Flutschäden und Verluste, wie sie in den Jahren 2002, 2005 und 2006 entstanden sind, zukünftig gering zu halten.

“Unser Erfolg wird sich an den Resultaten für die 80 Millionen Menschen, die das Donaubecken ihre Heimat nennen, messen lassen,” fasste Mitja Bricelj zusammen. “Die Donau und ihre Nebenflüsse wie die Save und die Theiß sind Lebensadern für Mensch und Natur. Die Schutzmaßnahmen sind nun festgelegt – jetzt folgt die gemeinsame Umsetzung.”

Quelle: OTS

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