Ausländer vermieten weiterhin “schwarz” an Touristen

In Kroatien benötigen Haus- oder Wohnungsbesitzer die ihre Immobilien an Touristen vermieten, bekanntlich eine Genehmigung der zuständigen Behörden. Damit wird u.a. sichergestellt, dass die vorgeschriebenen Steuern gezahlt werden.

Ivan Jakovčić, der Leiter von der Gespanschaft Istrien hat in diesen Tagen alle zuständigen Institutionen aufgerufen einen Plan zu entwickeln, aufgrund dessen eine stärkere Kontrolle ausländischer Vermieter stattfindet. Dies teilte Alida Perkov, die Präsidentin des Gespanschaftsausschusses für Wirtschaft und Tourismus gegenüber der Zeitung Glas Istre mit.

Nach ihrer Meinung gehen durch illegale Vermietungen, den Gemeinden erhebliche Steuergelder verloren. Deshalb bestehe die Gefahr, dass deshalb die Steuern für diese Ferienwohnungen- und Häuser, ganz allgemein erhöht werden müssen.

9 Kommentare zu “Ausländer vermieten weiterhin “schwarz” an Touristen”

  1. Mali Alan

    Hallo,
    2 Fragen:
    Woran erkenne ich als Tourist einen Schwarzvermieter und einen “ehrlichen” Vermieter?
    In div. Foren bieten Vermieter ihre Objekte an. Wie kann ich herausfinden, ob “schwarz” oder ehrliche Vermieter dort ihre Unterkünfte anbieten?

    Danke für eine Antwort!

  2. jolanda

    naja im Haupt geht es wohl darum, wenn ich meinen “Bekannten” als Deutscher meine Wohnung vermiete und angebe das sie da kostenfrei wohnen

  3. Soline

    @Mali Alan

    Wenn die Buchung schon von zu Hause vorgenommen wird besteht die Möglichkeit per E-Mail bei der touristischen Gemeinschaft nachzufragen. Erfolgt sie erst vor Ort kann man nach 1-2 Tagen mal einen Spaziergang zur touristischen Gemeinschaft unternehmen und persönlich nachfragen. Bekommt man ein ok, ist man auf der sicheren Seite.

    @jolanda

    Auch die Bekannten/Freunde müssen bei der Polizei bzw. zur Kurtaxe angemeldet werden. Ab einer bestimmten Anzahl von Bekannten und Freunden, wird neuerdings automatisch das Finanzamt und die staatliche “Inspekcija” informiert.

    @Beide

    Im übrigen habe ich nur berichtet, was man heute in Glas Istre lesen kann.

  4. Petrina

    @Mali Alan
    Weitere Möglichkeiten, sich zu versichern, dass es sich nicht um “Schwarzvermietung” handelt sind beispielsweise, sich vorher den Bescheid über die Kategorisierung zusenden zu lassen. Dies ist allerdings ein wenig aufwendig und wenn man der kroatischen Sprache nicht mächtig ist, ist das natürlich wenig hilfreich.
    Eine einfachere Möglichkeit besteht darin, darauf zu achten, dass der Vermieter einen bei Polizei und Turistvereinigung anmeldet (dass muss innerhalb von 48 Stunden erfolgen). Darüber erhält er eine Bestätigung “Potvrda o prijavi boravka” (Anmeldungsbestätigung), die er Dir eigentlich aushändigen müsste. Wenn es sich um einen “Schwarzvermieter” handelt, wird er eine solche Anmeldung sicher nicht durchführen, denn wie Soline schreibt, erfolgt eine automatische Meldung beim Finanzamt und dem Inspektorat.

    LG

  5. jolanda

    ich wollte auch eigentlich nur auf Mali Alans Post eingehen, da es um ausländische Vermieter ging

  6. Mali Alan

    Danke für Eure Antworten

  7. istra

    Ich lebe 4 Jahre hier in Kroatien, kenne aber keinen einzigen Ausländer der schwarz vermietet. Eine KOSTENLOSE Aufnahme von Verwandten oder guten Freunden findet wohl manchmal statt, aber das ist nur für die Kurtaxe relevant, nicht aber für das Finanzamt.

    Eine reguläre Vermietung an Touristen ist für Ausländer aufgrund riesiger bürokratischer Hürden legal kaum möglich, und existiert praktisch nicht, da sowohl das Objekt als auch der Betreiber konzessioniert sein müssten, was für Ausländer weder wirtschaftlich sinnvoll noch kaum erreichbar ist.

    Wegen der Risiken (das Haus wird unter anderem sofort beschlagnahmt und mit Polizeisiegel jeder Nutzung entzogen) macht weder ein Ausländer noch ein Staatsbüerger Schwarzvermietung. So ein Dummer müsste erst noch geboren werden. Bei der Angelegenheit ist auch zu berücksichtigen, dass von etwa 2.000.000 in Frage kommenden Apartements nur etwa 3% Ausländern gehören,

    Ich lese aus dem Artikel in der Glas Istre heraus, dass mit der billigen und Ausländer verunglimpfenden Begründung EINES istrianischen Politikers angeblich irgendwelche Haussteuern oder Zweitwohnungssteuern erhöht werden müssen, weil die bösen Ausländer Steuern hinterziehen. Solche in Kroatien beliebte Fremdenhetze passt so gar nicht dazu, dass dieses Land genau von diesen Fremden lebt.

    Wenn Kroatien in der EU ist, sind derlei unschönen Ausländerdiskriminierungen gesetztlich verboten, da das Diskriminierungsverbot Bestandteil der EU-Mitgiledschaft wird.

    Die Staatsverschuldung Kroatiens im Ausland mag etwa 30x1000x einer Million EUR (30 Mia EUR) betragen, und erhöht sich jedes Jahr, weil Kroatien über seine Verhältnisse lebt. Klar, der Staat braucht mehr Einnahmen. Dass mit Ausländerhetze zu verbinden ist falsch und böse. Ich kenne die wahren Steuerhinterzieher und die Arten, wie der Staat geprellt wird. Aber Niemand wird mich dazu bringen auf diese Gruppen zu zeigen. Der Staat und die Kroaten wissen wohl ohnehin Bescheid.

  8. Frauenknecht

    Vermieten und arbeiten um zu leben.

    In der Hauptsache möchte ich mich hier vor allem bei den polnischen, slowakischen, tschechischen, türkischen und portugiesischen Bürgern entschuldigen, denen ich einst täglich nachjagte um sie auf frischer Tat der Schwarzarbeit in Deutschland zu überführen. Es tut mir leid und ich schäme mich heute für diesen Job in dem Wissen, wie schwer es für viele ist, die nötigsten finanzielle Mittel für den täglichen Bedarf vorhalten zu müssen.

    Lib E-Mail: fichtel@1email.eu

  9. Mrvica

    Ich hatte erst vor zwei Wochen ein Gespräch mit meiner Schwägerinn,
    die auch vermietet.(Kroatin)Ist schon traurig was den Leuten unterm Strich bleibt.
    Vom Mietpreis sind die Turistische Gemeinschaft,die Agentur,das Finanzamt,Wasser ,Strom usw.zu bezahlen.Da bleibt nicht viel unterm Strich.
    Die kroatische Regierung täte gut daran, dieses undurchsichtige und zum Betrug einladende Systhem schnellstens zu änder.Spätestens mit einem EU Beitritt,wird sich das sowieso ändern.

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