Istrien: Schlechter Start in die Saison 2010 ?

Mit dem kommenden Osterfeiertagen, soll in Kroatien eigentlich die Vor-Urlaubssaison des Jahres 2010 beginnen. Das gilt insbesondere für die Gespanschaft Istrien, weil ihre Nähe zu Mitteleuropa und die damit verbundene kurze Anreise, für viele Touristen ein Anreiz ist, die ersten Ferientage am Meer und in der der Sonne zu verbringen.

Für viele Touristen bedeuten diese Tage, an die meist noch ein paar Urlaubstage angehangen werden, ihre Ferienhäuser, Ferienwohnungen, Wohnwagen usw. herzurichten, um dann in den Sommermonaten einen längeren Urlaub verbringen zu können.

Durch die Ereignisse und die Berichterstattung der letzten Wochen und Monate, insbesondere wegen der Ankündigung, dass in diesem Jahr verschiedene Campingplätze geschlossen oder nicht eröffnet werden, ist bei vielen Touristen eine Unsicherheit entstanden. Hinzu kommt, dass Hotels die eigentlich schon öffnen wollten, aus verschiedenen Gründen, zu den Osterfeiertagen noch nicht öffnen, oder nicht geöffnet werden dürfen.

Heute schreibt die Zeitung Glas Istre folgendes: Die touristische Saison in Istrien beginnt in diesem Jahr problematisch. Ostern steht vor der Tür und man kann hören und lesen, dass es in Hotels und auf Campingplätzen Probleme gibt, weil sie noch geschlossen und noch nicht geöffnet sind. Deshalb rechnet man in diesem Jahr zu Ostern mit weniger Touristen, zumal dieses mal, die Osterfeiertage früher als im Vorjahr gefeiert werden.

Problematisch seien die Campingplätze in Vrsar und in Medulin, sowie ein Hotelkomplex in Rabac und in Duga Uvala.

Diese Situation sei eine Schande für den Tourismus in Istrien, insbesondere zu Zeiten einer wirtschaftlichen Rezession und gerade jetzt müsse um jeden Gast und jeden Kuna gekämpft werden. In Kroatien und auch in Istrien, werde sehr viel Geld für die Tourismuswerbung ausgegeben und der Slogan würde lauten: “Mediteranu kakav je nekad bio” – das Mittelmeer, wie es einmal war.

In diesem Zusammenhang wird die Frage gestellt, warum die Probleme mit diesen Anlagen gerade jetzt, kurz vor Saisonbeginn eskaliert sind. Viele Restaurants, der Handel und andere Sektoren seien auf die Touristen angewiesen und man fragt weiter, warum die Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten nicht friedlich, während des Winters oder nach der touristischen Saison ausgetragen worden sind. Solch eine negative Reklame brauche niemand!

Der Direktor der touristischen Gemeinschaft von Istrien, Tomislav Popović hat der Zeitung gegenüber seine Hoffnung zu Ausdruck gebracht, dass alle Probleme vor Beginn der eigentlichen Saison gelöst werden. Bei den Hotels seien sie durch deren Betreiber verursacht worden. Anders sei die Sache mit den Campingplätzen. In Vrsar habe er die Hoffnung, dass sich deren Betreiber und die Gemeinde doch noch einigen werden. Er mag gar nicht darüber nachdenken was passiert, wenn dies nicht möglich ist, denn dies würde eine Tragödie bedeuten.

Zu dieser Angelegenheit hat sich auch Marina Cvitić, die Präsidentin der für die im Tourismus von Istrien beschäftigten Arbeitnehmer, zu Wort gemeldet.

Nach ihrer Meinung ist nicht hinnehmbar, dass solche Dinge, ohne Rücksichtnahme auf die Arbeitnehmer geschehen können. Mehr als einmal habe man die Probleme der Premierministerin Jadranka Kosor vorgetragen und dabei immer betont, dass die Arbeitnehmer dazu bereit seien, für jede Kuna den die Gäste ausgeben könnten, kämpfen zu wollen. Leider sei bisher noch keine Reaktion erfolgt.

In dieser Situation habe man sich gefragt, wie der zuständige Tourismusminister Damir Bajs über die ganze Angelegenheit denkt und ihn schriftlich aufgefordert, die Anordnungen zum Verbot des Betriebes von Gaststättenbetrieben in Kažela und Duga Uvala wieder aufzuheben. Auf dieses Schreiben habe man bis jetzt keine Antwort erhalten, sagte sie zum Schluss der Zeitung.

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