Kroatische Parlamentarierdelegation in Wien

Der österreichische Bundesratspräsident Peter Mitterer empfing heute Vormittag eine kroatische Parlamentarierdelegation unter der Führung des Präsidenten des kroatischen Sabor Luka Bebić. Im Mittelpunkt der Unterredung standen dabei Wirtschaftsthemen und Aspekte der europäischen Zusammenarbeit.

Bebić dankte eingangs dem Gastgeber für die langjährige wohlwollende Haltung Österreichs seinem Heimatland gegenüber und verwies sodann auf die Anstrengungen Kroatiens, möglichst bald der EU als Vollmitglied angehören zu können. Vor allem das kroatische Parlament habe umfassende Arbeit geleistet, um den europäischen Rechtsbestand in den kroatischen zu implementieren und den eigenen legistischen Rahmen an den der EU anzupassen.

Kroatien wolle perspektivisch ein Bindeglied zwischen der EU und den übrigen Staaten in Südosteuropa wie Serbien oder Albanien sein, um deren Annäherungsprozess an die EU nach Möglichkeit zu unterstützen. Erst dieser Tage habe ein entsprechendes Treffen in Brdo stattgefunden, erinnerte Bebic, das in dieser Hinsicht recht erfolgreich verlief. Kroatien wolle, dass seine Nachbarn mit ihm dieselben Werte teilen, um gemeinsam eine friedliche Entwicklung in Prosperität zu ermöglichen.

Mitterer sicherte dem Gast zu, Österreich werde auch weiterhin die Bemühungen Kroatiens hinsichtlich der europäischen Integration des Landes unterstützen und zeigte sich beeindruckt von dem Arbeitspensum, welches Kroatien in diesem Zusammenhang schon erfüllt habe. Auch die von Kroatien vorgenommene Verbesserung der Infrastruktur sei zu begrüßen. Der Präsident ging auf die bilaterale Handelsbilanz ein und sprach den Wunsch aus, Kroatien möge auch künftighin ein starker und verlässlicher Handelspartner Österreichs bleiben.

Mitterer erinnerte daran, dass die Österreicher eines der wichtigsten Urlauberkontingente in Kroatien stellten, wie Kroatien wiederum zu den beliebtesten Urlaubsländern der Österreicher zähle. Dessen ungeachtet könne auf dem Gebiet des Tourismus noch stärker zusammengearbeitet werden, etwa im Bereich des Wintertourismus, denn immerhin sei Kärnten das nächstgelegene Winterressort für Kroatien.

Beide Politiker stimmten darin überein, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit beider Staaten von grosser Wichtigkeit für beide Seiten sei, sodass zu hoffen stehe, diese könne auch in Zukunft erfolgreich fortgesetzt werden.

Quelle: OTS

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