Strafanzeige gegen Leiter einer Veterinärstation

In der Stadt Sisak, etwa 80 km. von der Landeshauptstadt Zagreb entfernt, befindet sich eine Veterinärstation, die von dem Direktor Đ. B. geleitet wird.

Es wird ihm vorgeworfen, gegen das kroatische Tierschutzgesetz verstossen zu haben, weil er hunderte von Hunden durch Gewehrschüsse getötet haben soll. Darüber ist hier am 1.3.2010 berichtet worden. Aus dem Zeitungsartikel geht hervor, dass sich Bürgermeister Dinko Pintarić bereit erklärt hat, dem Tierschutzverein – Udruga Patronus Sisak – ein Grundstück zur Verfügung stellen zu wollen, damit dieser  ein Tierheim bauen und später betreiben kann.

Gestern berichtete diese Zeitung, dass der Tierschutzverein eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft eingereicht hat und die Polizei hat bestätigt, dass sie von ihr mit Ermittlungen beauftragt wurde.

In diesem Zusammenhang hat Luka Oman, der Vorsitzende des Tierschutzvereins mitgeteilt, dass er über die brutale Tötung von Hunden in Sisak empört sei. Dabei hat er alle Bürgerinnen und Bürger des Landes gebeten dafür zu sorgen, dass diese Brutalität ein Ende hat. Nicht nur in Sisak, sondern auch in anderen Städten und Gemeinden.

Dabei hat er auch daran erinnert, dass nach dem Tierschutzgesetz, die Städte und Gemeinden dazu verpflichtet sind, eine Lösung für verlassene Tiere zu finden. Aufgrund der finanziellen Lage sei es aber  sehr schwer, ein offenes Ohr dafür zu finden.

In dieser Zeitung wurde ebenfalls darüber berichtet.

3 Kommentare zu “Strafanzeige gegen Leiter einer Veterinärstation”

  1. Ritschi

    Zitat: Aus dem Zeitungsartikel geht hervor, dass sich Bürgermeister Dinko Pintarić bereit erklärt hat, dem Tierschutzverein – Udruga Patronus Sisak – ein Grundstück zur Verfügung stellen zu wollen Zitat Ende

    Ich behaupte: Nur leere Worte, alles nur schönreden. Die Realität zeigt leider überall in Kroatien die Fakten. Wieviele Vereine, deren Menschen als unermüdliche Helfer sich Tag täglich den Ar…… aufreißen haben bisher ein Grundstück ihrer Gemeinde bekommen, auch wenn sie die Kosten fast vollständig allein tragen. Einfach lächerlich dieses Verhalten und zutiefst unsozial. Das sogenannte fehlende Budget ist ebenfalls nur ein weiterer Versuch mit blumigen Worten die skrupellose Verweigerung zu begründen. Aber die Euros der Touristen stecken sich alle gerne in die Tasche. Ich bin derart wütend über solche Abartigkeite3n lesen zu müßen.

    Ritschi

  2. Soline

    Nach m.M. wäre diese Veranstaltung:

    http://kroatien-news.net/2010/03/itb-berlin-2010-vom-10-bis-1432010/

    für Tierschützer aus Deutschland, die zu Recht die Verhältnisse in Kroatien kritisieren, eine gute Gelegenheit entsprechende Fragen, an die für den Tourismus, zuständigen Leute zu stellen.

    Wem es nach Berlin zu weit ist, kann das mal bei anderen Tourismusveranstaltungen in Nähe seines Wohnortes, wo Kroatien vertreten ist, versuchen.

    Es besteht auch die Möglichkeit, vor den jeweiligen Ständen Flyer an die Besucher zu verteilen, die darüber berichten, wie es mit dem Tierschutz in Kroatien bestellt ist.

    Postings in Foren und Kommentare in Blogs, werden von solchen Leuten, wenn sie überhaupt gelesen werden, mit Sicherheit gerne überlesen.

  3. Soline

    Wie man im Internet lesen kann, haben auch deutsche Tierschützer auf diesen Fall reagiert und den Bürgermeister der Stadt Sisak, Dinko Pintarić per E-Mail dazu aufgefordert, mehr für den Tierschutz in seiner Stadt zu unternehmen, obwohl dessen Stadtkasse, aufgrund der aktuellen finanziellen Situation in ganz Kroatien, so gut wie leer ist.

    Anstatt in dieser Form den Bürgermeister anzuschreiben wäre es wahrscheinlich für den Tierschutz in Sisak hilfreicher gewesen, sich an die Verantwortlichen der Stadt Heidenheim in Deutschland zu wenden. Diese Stadt ist nämlich Partnerstadt von Sisak und es wäre nicht undenkbar, wenn beide Städte ein gemeinsames Programm, auf freundschaftlicher und diplomatischer Basis entwickeln, um das Problem, des in der Tat noch unterentwickelten Tierschutzes in Sisak zu lösen.

    Ausserdem trifft sich morgen um 12:00 Uhr, Dr. Bernd Fischer, der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland mit dem Bürgermeister von Sisak in dessen Rathaus. Welche Themen dort besprochen werden, ist nicht bekannt. Es wäre aber durchaus denkbar, dass Dr. Fischer, mit dem unbedingt notwendigen Fingerspitzengefühl, in Zukunft einen Einfluss bei ihm geltend machen kann, um die Situation des Tierschutzes in Sisak zu verbessern.

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