Immobilienmarkt in Istrien

Wie die Zeitung Glas Istre in ihrer heutigen Ausgabe schreibt, ist auf dem Immobilienmarkt in Istrien eine gewisse Lethargie eingetreten, worunter nicht nur die Verkäufer, sondern auch die Immobilienmakler zu leiden hätten.

Sie hat festgestellt, dass in Istrien im Moment im Internet 2.786 Häuser und Wohnungen angeboten werden. Davon allein 653 im Gebiet von Pula, 353 im Gebiet von Medulin und 169 im Gebiet von Fažana

Die Vertreterin einer Immobilienagentur hat berichtet, dass im Gebiet von Umag, für solche Objekte ein Preis von 1.500 bis 3.500 Euro pro m² verlangt wird. In Meeresnähe müssten vom Käufer zwischen 5.000 und 6.000 Euro pro m² gezahlt werden.

Sie geht davon aus, dass die Zahl der inländischen Käufer, die solche Preise zahlen können/wollen sehr gering ist. Anders sei es bei zahlungskräftigen Ausländern. Sie seien aber nicht (mehr) bereit, für Wohnungen zwischen 300.000 und 400.000 Euro zu zahlen, denn für dieses Geld könnten sie in Frankreich, Portugal oder Spanien, frei stehender Häuser erwerben.

Die Situation im Landesinneren für renovierte alte und im istrianischem Stil neu gebaute Häuser, sei etwas besser. Trotzdem sei auch dort zu beobachten, dass Verkäufer meist nicht mehr die Preise erzielen können, wie in den Vorjahren.

Meinung:
Wie sich der Immobilienmarkt in Kroatien und Istrien entwickeln wird, ist schwer abzuschätzen. Für ganz hochwertige Objekte wird wahrscheinlich auch in Zukunft ein Markt vorhanden sein. Spekulationen, dass sich die Preise nach oben oder unten bewegen, wenn Kroatien Mitglied der EU ist, sind nach m.M. unangebracht, denn schon heute kann jeder EU-Bürger, anders als früher, in Kroatien ohne ausdrückliche Genehmigung der Behörden, eine Immobilie erwerben und auf seinen Namen im Grundbuch eintragen lassen. Dabei ist allerdings Voraussetzung, dass alle gesetzlich vorgeschriebenen Dokumente vorhanden sind.

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