Neue europäische Verkehrsachse Wien-Rijeka ?

In der österreichischen Bundeshauptstadt sind Pläne erörtert worden, wie eine moderne Eisenbahnverkehrsachse zwischen  Wien und dem nächstgelegenen Adriahafen Rijeka, entstehen könnte.

Mehr dazu hier.

Meinung: Aus diesen Plänen kann erst dann etwas werden, wenn die Republik Slowenien damit einverstanden ist.

8 Kommentare zu “Neue europäische Verkehrsachse Wien-Rijeka ?”

  1. istra

    Ohne den Beitritt Kroatiens zur EU wird es diese Investitionen nicht geben.
    Das ist die eigentliche Grundvorraussetzung!
    Ich glaube, das muss man nicht näher begründen, da die Zusammenhänge auf der Hand liegen.

    In dem künftigen EU-Szenario mit Kroatien als EU-Mitglied, in dem die Verkehrslinien Triest-Koper-Rijeka-Wien so wie im Beitrag angedacht ausgebaut sind, profitiert nicht nur Kroatien, sondern auch Slowenien und Italien von der Vernetzung nach Wien und weiter nach Nordeuropa UND vor allem Nord-Ost-Europa. Warum also sollte sich Slowenien selber schaden? Das wird nicht der Fall sein. Slowenische Sonderwege, die nur Slowenien nutzen würden, werden innerhalb der EU-Organisation sicher nicht möglich sein, was von der EU immer wieder bewiesen wurde.

  2. rene

    Hallo allseits,

    da Slowenien mit Koper ja einen eignen Hafen hat, werden sie sicher nicht begeistert sein, dann die Konkurenz zu unterstützen.
    Das beste Beispiel ist der ehemalige Autoreisezug D – Rijeka. Seitens der Deutschen Bahn wurde extra eine Mehrsystemlokomotive für den Zug bereitgestellt die von Hamburg bis Rijeka am Zug bleiben konnte, dann wurden von den Slowenen die Trassenpreise für die Durchfahrt dermassen drastisch erhöht, das die DB den Zug einstellte. Und genau das sehe ich auch bei diesem Projekt kommen, egal ob CRO in der EU ist oder nicht

  3. CharlesT

    Da Koper in direkter Konkurrenz zu Rijeka steht, sollte man überlegen, ob es nicht Sinn macht, eine Autobahnverbindung von Novo Mesto runter Bosiljevo zu bauen. Dann wäre den Touristen geholfen, die LKW aus Richtung Norden könnten sich dann überlegen, ob sie gleich Koper ansteuern oder den Umweg über Novo Mesto nach Rijeka machen.

  4. istra

    Kroatien und hier Rijeka muß lernen sich dem EU-Wettbewerb selbstbewußt zu stellen und sich in diesem Wettbewerb zu behaupten. Es ist sicher richtig, dass es ohne EU-Mitgliedschaft Kroatiens gegenüber SLO immer wieder zu Wettbewerbsverzerrungen kommen kann. Ich wäre bei Rijeka´s Wettbewerbsfähigkeit nicht so pessimistisch. Jeder Hafen hat Stärken, und die muß Rijeka finden und auch Richtung Wien ausbauen.
    Dazu gibt es kaum eine Alternative.

  5. rene

    Ich glaube nicht das eine EU-Mitgliedschaft Kroatiens diese Situation grundlegend ändern wird.
    Durch die überzogenen Trassenpreise der Slovenischen Bahn, waren ja auch die DB un ddie OBB, also durchaus EU-Mitglieder betroffen.

  6. istra

    Auch wenn es so kommt wie rene es befürchtet, hat Kroatien keine Angst vor weiteren Schikanen durch SLO! Ich meine, dass Kroatien genügend Möglichkeiten hat, innerhalb der EU aufzusteigen! Eine gute Bahnverbindung ist dazu (auch) wichtig, weil sie für Massengüter (s. Hafen Rijeka!) notwendig ist.
    Wie zu lesen war, ist man dafür in Rijeka auch sehr aktiv.
    Außerdem bietet der verbesserte Bahnanschluß eine Alternative zur teuren SLO-Autobahn.
    Der Aufstieg Kroatiens wird durch Bürokratie, Korruption und eine mangelhafte Gerichtsbarkeit gefährdet — und nicht durch SLO.

  7. rene

    Um Gottes willen Istra,
    der Tenor meiner Postings sollte nicht darauf liegen das Cro angst hätte. Ich wollte nur auf das in meinen Augen unfaire Verhalten der SLO-Nachbarn hinweisen. Die wie ja die Vergangeheit zeigte auch auf EU-Partner nicht unbedingt Rücksicht nehmen.
    Ausserdem bestünde ja theoretisch immer noch die möglichkeit, die Linie notfalls über Ungarn zu führen.

  8. istra

    Nema problema! Wir werden sehen, wie es sich entwickelt.

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