Umstrittener Regierungsbeschluss in Kroatien

Gestern wurde folgendes berichtet:

Ähnlich wie z.B. in Deutschland, ist auch in Kroatien eine Kraftfahrzeugsteuer zu zahlen. Sie wird “Cestarine” genannt. Von dieser waren bisher Personen, denen eine 80 % oder höhere Invalidität bescheinigt wurde, befreit.

In ihrer gestrigen Sitzung hat die Regierung beschlossen, dass diese Befreiung, wegen der wirtschaftlichen Lage des Landes, wegfallen soll.

Von diesem Beschluss sind 24.344 Personen betroffen und es wird eine Mehreinnahme von etwa 30 Mio. Kuna erwartet.

Dagegen hat es inzwischen heftige Proteste gegeben, bei denen darauf hinge-wiesen wurde, dass ein Kraftfahrzeug für diesen Personenkreis kein Luxus, sondern in den meisten Fällen ein dringend notwendiges Fortbewegungsmittel ist.

Update: 24.4.2010, 8:40 Uhr

Ministerpräsidentin Jadranka Kosor hat gestern Abend angekündigt, dass hundertprozentige Kriegs- und Zivilinvaliden weiterhin von der “Cestarina” befreit werden sollen. Sie hat eine Anweisung erteilt, dass der geplante Gesetzänderungsvorschlag dahingehend abgeändert wird.

Mehr dazu hier.

Ein Kommentar zu “Umstrittener Regierungsbeschluss in Kroatien”

  1. istra

    es ist traurig dass es soweit kommen muß den Invaliden diesen Ausgleich für ihre Behinderung wegzunehmen. Wer 80% oder mehr Grade der Behinderung hat ist sicher auf das Auto angewiesen und kann nicht auf preisgünstigere Fahrmöglichkeiten ausweichen.
    Da passt es (leider) gut ins Bild dass die Flugwirtschaft KEINE Treibstoffsteuer und KEINE Umsatzsteuern bezahlen muß. Aber die sind mächtiger als Behinderte und transportieren Gutbetuchte und überwiegend Erfolgreiche, Starke, Gesunde ….Politiker, die dann solche Schnitte beschließen.

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