Von Deutschland gesuchter Kroate soll in Slowenien verhaftet worden sein

In der Bundesrepublik Deutschland ist die Verjährungsfrist bei Mord und Völkermord, im Jahr 1965 in der sog. Verjährungsdebatte des Deutschen Bundestages diskutiert, mehrfach verlängert und endgültig im Jahr 1979 aufgehoben worden.

Am  28. Juli 1983 ist in einer als Druckerei genutzten Garage in Wolfratshausen bei München, der exilkroatische Schriftsteller Stjepan Đureković, durch mehrere Schüsse und Schläge auf den Kopf getötet worden. Der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof führt seit Mitte 2004 umfangreiche Ermittlungen im Zusammenhang mit den Ermordungen von Exilkroaten in der Bundesrepublik Deutschland, die in den Jahren von 1983 bis 1989 erfolgt sind durch und hat das Bayerische Landeskriminalamt mit den Ermittlungen beauftragt.

In diesem Zusammenhang werden von ihm mehrere Personen gesucht. Gegen sie liegt ein internationaler Haftbefehl vor. Wie die Zeitung Novi List in ihrer heutigen Ausgabe schreibt, soll vor wenigen Monaten ein kroatischer Staatsbürger aus Rijeka, der in früheren Prozessen als Belastungszeuge ausgesagt hat, in Untersuchungshaft gekommen sein.

Sie schreibt weiter, sie habe aus inoffiziellen Kreisen in Slowenien und Deutschland erfahren, dass in dieser Sache und einem weiteren Mord in Schweden, vor 15 Tagen ein weiterer kroatischer Staatsbürger aus Opatija am Grenzübergang Pasjak, bei der Einreise nach Slowenien, von slowenischen Grenzpolizeibeamten verhaftet wurde und sich jetzt in slowenischer Auslieferungshaft befindet.

Unmittelbare Informationen des Landeskriminalamtes, München liegen nicht vor.

Einen Kommentar schreiben: