Vorläufiges Aufatmen in Vrsar und Istrien

Nachdem gestern bekannt wurde, dass der Campingplatzbetreiber Maistra d.d. – ein privater Touristikkonzern -, hinter dem der Konzern Adris-Group d.d. steht, der Gewinne erzielen will/muss, am kommenden Samstag, dem 24.4.2010, seine Campingplätze Koversada, Valkanela und Porto Sole in Vrsar, in diesem Jahr doch wieder öffnet, machte sich heute in der Gemeinde und in ganz Istrien, ein vorläufiges Aufatmen bemerkbar.

Die Nichteröffnung hätte bedeutet, dass es in diesem Jahr zu einem grossen wirtschaftlichen Verlust in dieser Region gekommen wäre. Es hätte wahrscheinlich dazu geführt, dass hunderte von Arbeitnehmer ihren Arbeitsplatz  verloren hätten. Ausserdem wäre der Imageverlust für den Tourismus in Kroatien ganz allgemein, verheerend gewesen.

Meinung: Der Bürgermeister von Vrsar, Frank Štifanić und sein Gemeinderat, sollten sich jetzt endlich einmal ihrer Verantwortung gegenüber den Bürgern von Vrsar, von Istrien, ja von ganz Kroatien bewusst werden. Sie werden begreifen müssen, dass mit einem Konzern eine Zusammenarbeit gefunden werden muss,  der kein Wohltätigkeitsinstitut und kein staatliches Unternehmen ist, dem man erzählen kann, dass sich das Gelände der Campingplätze Koversada, Valkanela und Porto Sole, im Besitz der Gemeinde befindet. Auch ohne Pachteinnahmen erzielt die Gemeinde einen Gewinn aus Touristikeinnahmen und Steuern, von dem andere Gemeinden in Kroatien, nur träumen können. Aus diesem Grund bleibt zu hoffen, dass von dem kroatischen Sabor (Parlament) endlich eine Lösung gefunden wird, (dabei könnte sogar eine Verfassungsänderung notwendig sein) damit die leidigen Grundstücksprobleme, nach fast zwanzigjähriger Selbständigkeit Kroatiens, gelöst werden. Wenn nicht besteht die Gefahr, dass noch mehr Touristen als bisher, von den Nachrichten die sie bekommen verschreckt werden und andere Destinationen aufsuchen.

Damit die Angelegenheit noch komplizierter zu beurteilen ist, noch ein weiterer Hinweis zu diesem Fall: Einige der strittigen Grundstücke in Istrien gehörten früher einmal  Privatpersonen mit italienischer Nationalität oder Staatsangehörigkeit. Aufgrund einer Zusage der jetzigen Vorgängerregierung (Ministerpräsident Dr. Ivo Sanader), die wegen der angestrebten EU-Mitgliedschaft abgegeben wurde, haben sie oder ihre Erben einen Restitutionsanspruch.

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