Vorwürfe gegen ehemalige UN-Beobachter

Im Auftrag des UN-Weltsicherheitsrates ist nach dem 30.11.1994 auf dem Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens, in den neu gebildeten Republiken Kroatien und Bosnien-Herzegowina noch mehr Militärpersonal aus der ganzen Welt eingesetzt worden, um zur Beruhigung der damaligen Situation beizutragen. Unter  ihnen waren 680 sog. Beobachter, die nur die Aufgabe hatten, ihre Feststellungen an das Hauptquartier in Zagreb zu melden.

Bei der Befreiungsaktion in der kroatischen Krajina (Oluja), die am 4.8.1995 begann und am 7.8.1995 endete, befanden sich die UN-Beobachter Oberst Aleksander Černetsky und Oberst Viktor Tarusin aus Russland und als deren Leiter, der Brite General Peter Williams, diesem Gebiet.

Bei dieser Gelegenheit sollen von ihnen kroatische Militärdokumente beschlagnahmt worden sein, die man dem Russen Tarusin übergeben hat. Diese wichtigen Dokumente sind danach spurlos verschwunden und bis heute noch nicht wieder aufgetaucht.

Nach Meinung von Luka Mišetić, dem Rechtsanwalt von Ante Gotovina, der vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal wegen angeblicher Kriegsverbrechen angeklagt ist, würden diese Dokumente zur weiteren Entlastung seines Mandanten beitragen.

Am 26.4.2010 hat er gegen die UN-Beobachter eine Strafanzeige erstattet, weil es nach den kroatischen Gesetzen strafbar ist, wenn solche Militärdokumente, nicht in amtlichen Archiven aufbewahrt werden.

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