Keine Entschädigung für Adria Beteiligungs GmbH

Das Unternehmen Adria Beteiligungs GmbH, eine Tochter des österreichischen Spielautomatenherstellers Novomatic hatte knapp vor dem Zerfall Jugoslawiens Geld in den Bau und Ausrüstung von Casinos und Spielhallen in Kroatien investiert. Dazu hatte es ein Gemeinschaftsunternehmen mit der kroatischen Lotteriegesellschaft, die sich im “gesellschaftlichen Eigentum” befand, gegründet.

Nachdem sich Kroatien selbständig gemacht hatte, hat es im Jahr 1994 die Lotteriegesellschaft verstaatlicht und das “Joint Venture” einseitig aufgelöst.

Die Anwältin Claudia Annacker von der US-Kanzlei Cleary Gottlieb Steen & Hamilton, welche die Adria Beteiligungs GmbH in dem dann folgenden Rechtsstreit vertreten hat, sagte damals: “50 Spielhallen und drei Kasinos wurden gebaut, Adria lieferte Know-How und stattete die Spielhallen und Casinos aus – von den Chips bis zu den Sesseln.“ Aus diesem Grund ist eine Entschädigung von 80 Mio. Euro gefordert worden.

Wie kroatische Medien heute berichten, hat die Kommission der Vereinten Nationen für internationalen Handel (Ucintral) entschieden, dass diese Entschädigungsforderung nicht berechtigt ist.

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