Kroatienreisen mit dem Auto

Der grösste Teil aller Touristen die Kroatien besuchen, führt seine Reise mit einem Auto durch. Dabei werden meist grössere Entfernungen zurückgelegt.

Das ÖAMTC-Magazin hat jetzt getestet, wie belastend eine Autoreise in den Urlaub ist. Dazu startete es unter drei Paaren, unterschiedlichen Alters und unter medizinischer Aufsicht, ein Experiment.

Hier der Bericht dazu:

Es war 7:30 Uhr morgens, als drei identische Autos mit ihren Testfahrern von der ÖAMTC-Zentrale am Wiener Schubertring gen Süden aufbrachen. Anlass ihrer Ausfahrt war ein Test des Club-Magazins auto touring, der eine Urlaubsreise ans Meer und wieder zurück simulierte. Als Ziel wurde das 499 Kilometer entfernte Triest auserkoren. Unter ständiger medizinischer Beobachtung wurde eruiert, welche körperlichen und geistigen Belastungen bzw. welches Ausmaß an Stress eine typische Urlaubsfahrt mit dem Auto verursacht.

Drei Teams, bestehend aus je einem Mann und einer Frau verschiedener Altersgruppen (bis 25, zwischen 40 und 50, sowie über 70), beteiligten sich am Experiment. Jedes Zweierteam legte die Strecke Wien-Triest-Wien binnen eines Tages zurück. Während der Fahrt wurde mittels Brustgurt die Pulsfrequenz der Testpersonen erfasst.

Die Daten wertete ÖAMTC-Mediziner Heimo Vedernjak im Anschluss an die Reise aus. Es folgte ein Vergleich mit den Zeit- und Geschwindigkeitsprofilen, die via GPS ermittelt und gespeichert wurden, sowie mit den händisch geführten Ereignisprotokollen der Beifahrer. Hier die Ergebnisse der Auswertung und die daraus resultierenden Tipps des ÖAMTC-Verkehrsmediziners:

Autofahren strengt an. “Bei allen Probanden war der Puls während der Fahrt signifikant höher als der übliche Ruhepuls”, so der ÖAMTC-Mediziner. Deshalb sollte man ausgeruht losfahren und nicht erst nach einem langen Arbeitstag.

Außerplanmäßige Ereignisse erzeugen Stress. “Deshalb Diskussionen – beispielsweise Kritik am Fahrstil – vermeiden”, rät Vedernjak. Veränderte Straßen- bzw. Fahrbedingungen durch schlechtes Wetter, Straßenbauarbeiten oder falsch eingeschlagene Wege können ebenso belasten. Hier sind Anfänger stärker betroffen als Routiniers.

Pausen einplanen. “Etwa alle zwei Stunden sollte man für rund 20 Minuten einen Stopp einlegen. Dabei am besten aussteigen und sich die Beine vertreten”, sagt der ÖAMTC-Mediziner. Die Test-Ergebnisse zeigten, dass Pausen besonders positiv bei den jüngeren und älteren Testfahrern wirkten. Allgemein gilt: Je länger die Fahrt dauert, desto ausgedehnter sollten die Pausen sein. Wenn möglich empfiehlt sich auch ein Fahrerwechsel. Spätestens nach acht Stunden am Steuer sollte aber Schluss sein – trotz Pausen.

Trinken und Essen nicht vergessen. “Eine Trinkflasche gehört immer mit ins Auto”, so der ÖAMTC-Verkehrsmediziner. Am besten ist Wasser oder Mineralwasser mit wenig Kohlensäure. Beim Essen sollte man auf üppige Kost verzichten und eher Leichtes bevorzugen.

Quelle: OTS

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